Auch Balkan auf der Tagesordnung

Die Verteidigungsminister der 19 NATO-Staaten wollen heute eine Bilanz des bisherigen Kampfes gegen den Terrorismus ziehen. Und über weitere Konsequenzen für das Militärbündnis sprechen. Die NATO hatte nach den Terrorangriffen in den USA den Bündnisfall ausgerufen, der alle Mitglieder zum Beistand verpflichtet. Militärische Unterstützung hat die Regierung in Washington aber nur mit einzelnen Verbündeten vereinbart.
Es wird auch nicht erwartet, dass US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seine Kollegen um weiteres militärisches Engagement bittet. Wegen des Einsatzes der US-Streitkräfte in Afghanistan hat die NATO lediglich einige Flugzeuge und Schiffe abgestellt.
Nach Angaben aus NATO-Kreisen soll jedoch verstärkt überprüft werden, welche Konsequenzen eine terroristische Bedrohung für die militärische Konzeption des Bündnisses haben muss. Als Beispiel wird darauf verwiesen, dass die Entwicklung von Abwehrmöglichkeiten gegen biologische Waffen vorangetrieben werden muss.
Die Minister werden sich auch mit der Situation auf dem Balkan befassen, wo die NATO insgesamt mehr als 52.000 Soldaten stationiert hat. Insbesondere für die SFOR-Truppe in Bosnien-Herzegowina mit gut 17.200 NATO-Soldaten sollen Reduzierungs-Möglichkeiten gesucht werden, obwohl ein sofortiger Truppenabbau dort nach Einschätzung von NATO-Kreisen nicht angebracht wäre.
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