Präsident Sampaio akzeptiert Rücktrittsgesuch

Der portugiesische Ministerpräsident Antonio Guterres hat am Montagnachmittag seinen Rücktritt eingereicht. Er zog damit die Konsequenz aus der schweren Niederlage seiner Sozialistischen Partei bei den Lokalwahlen am Sonntag.
Präsident Jorge Sampaio ließ mitteilen, dass er die Demission akzeptiere und am Mittwoch oder Donnerstag mit den Führern der großen Parteien Konsultationen durchführen werde. Unklar war zunächst, ob vorgezogene Neuwahlen einberufen werden sollten.
Die regierende sozialistische Partei von Guterres hatte bei den Kommunalwahlen am Wochenende eine schwere Schlappe erlitten. Der Ministerpräsident erklärte daraufhin, er übernehme persönlich die Verantwortung. Bei den Wahlen am Sonntag verlor die Sozialistische Partei außer der Hauptstadt Lissabon, die bisher als rote Hochburg galt, auch Porto und Coimbra, die zweit- und drittgrößte Stadt des Landes, an die Opposition unter Führung der liberal-konservativen Sozialdemokratischen Partei (PSD).
Diese eroberte unter anderen auch die Städte Cascais, Faro und Sintra. In der Industriestadt Setubal nahm die Kommunistische Partei den Sozialisten das Bürgermeisteramt ab. Dafür siegten die Sozialisten in zwei KP-Bastionen: Evora und Barreiro im Industriegürtel um Lissabon.
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