Freihandelsabkommen könnte ausgeweitet werden

An dem halbjährlichen EFTA-Ministertreffen in Genf ist am Donnerstag die Ausdehnung des Netzes von Freihandelsabkommen zwischen EFTA-Staaten und Ländern außerhalb der EU geprüft worden. Das Treffen fand unter norwegischem Präsidium statt. Seit dem letzten Treffen im Juni in Vaduz wurden die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen (Waren, Dienstleistungen, Investitionen) mit Singapur abgeschlossen.
Die EFTA, der Österreich vor seinem EU-Beitritt angehörte, hat bisher insgesamt 18 Freihandelsabkommen abgeschlossen. Letztes Jahr beliefen sich die Schweizer Exporte in Länder, mit denen die EFTA-Staaten Freihandelsabkommen geschlossen haben, auf mehr als 7,8 Mrd. Franken (5,29 Mrd. Euro/72,8 Mrd. S). Neben Norwegen und der Schweiz gehören der EFTA Liechtenstein und Island an.
Große Pläne
Die Minister diskutierten die Aufnahme von Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit der Bundesrepublik Jugoslawien. Im kommenden Jahr will die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) Abkommen mit Kanada und Chile abschließen.
In Südosteuropa treten die mit Kroatien und Mazedonien abgeschlossenen Abkommen demnächst in Kraft. In der Mittelmeerregion gilt dasselbe für ein Abkommen mit Jordanien.

