Genauen Konditionen sind noch auszuhandeln

Die MAN Steyr AG wird Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter ab dem kommenden Jahr fix einführen. Die österreichische Tochter des deutschen Lkw- und Busherstellers MAN Nutzfahrzeuge AG will die Arbeitswoche ab Anfang 2002 auf 4 Tage verkürzen, erklärte Vorstandssprecher Bruno Krainz. Grund sei vor allem eine "Schräglage" der Kapazitäten im nächsten Jahr.
Die MAN Steyr AG rechne im kommenden Jahr mit einer "Kapazitätsschräglage" - in der ersten Jahreshälfte weniger Aufträge, in der zweiten mehr. Deshalb werde auf jeden Fall eine Kurzarbeitsvariante kommen, bestätigte Krainz. Bis jetzt konnte mit dem Betriebsrat noch keine Einigung erzielt werden, das liege daran, dass es viele Varianten gebe - die "bestmögliche" soll genommen werden. Es müsse ein Rahmen für die Kurzarbeit geschaffen werden, Dauer und Inhalte müssen überlegt werden.
Mit dem Modell der Kurzarbeit sollen Auftragsschwankungen des Unternehmens geregelt werden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Zudem sollen Kündigungen verhindert werden. Es gebe die Möglichkeit, Arbeitsstunden im ersten Halbjahr zu reduzieren und sie im zweiten Halbjahr - bei einer besseren Auftragslage - wieder einzuarbeiten.
Über die Konditionen herrscht noch Unklarheit
Beschlossen werden muss die Kurzarbeit von Betriebsrat und Geschäftsführung. Bisherige Gespräche über die genauen Konditionen seien allerdings im Sand verlaufen. Die Geschäftsführung sowie der Betriebsrat waren für eine Stellungnahme am Dienstagvormittag nicht zu erreichen. Dem Vernehmen nach befinden sich alle in einer Sitzung, um die Bedingungen für Kurzarbeit zu verhandeln.

