Murdoch mit 22% an KirchGruppe beteiligt

Doch keine Übernahme? Nach Gerüchten, der Medienkonzern der KirchGruppe könnte von Rupert Murdoch feindlich übernommen werden, meldete sich nun Murdoch selbst zu Wort - und dementierte diese Absichten.
Der australische Medienzar Rupert Murdoch hat bestritten, dass er eine Übernahme der hoch verschuldeten deutschen KirchGruppe plant. Murdochs Medienkonzern News Corp. arbeite lediglich mit dem deutschen Medienunternehmer Leo Kirch zusammen, um ihre eigenen Aktivitäten in Deutschland zu verstärken, erklärte das Unternehmen am Montag in New York. Weitere Kommentare machte News Corp. zu dem Thema nicht.
Mehrere deutsche Zeitungen hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass Murdoch die Übernahme der KirchGruppe ins Auge fasse. News Corp. spiele derzeit eine aggressive Strategie durch, mit der die Kirch-Gruppe erst in weitere finanzielle Schwierigkeiten getrieben und dann geschluckt werden solle, berichtete am Freitag die "Financial Times Deutschland".
Rupert Murdoch hält 22% an KirchGruppe
Murdoch ist mit 22 Prozent an der KirchGruppe beteiligt. Nach einer Vereinbarung beider Seiten kann Murdoch verlangen, dass der Münchener Medienhändler ihm diesen Anteil ab Oktober kommenden Jahres wieder abkauft. Dazu müsste Kirch der Zeitung zufolge rund zwei Mrd. Euro (27,5 Mrd. S) aufbringen. Sollte das Unternehmen die Forderung nicht erfüllen können, wäre demnach eine Übernahme der Kontrolle durch Murdoch möglich.
Zur KirchGruppe gehören die Fernsehsender Pro Sieben, Sat.1, Kabel 1 und der Nachrichtenkanal N24. Darüber hinaus betreibt Kirch mit Premiere World das einzige deutsche Bezahlfernsehen. Murdoch gehört unter anderem der britische Pay-TV-Kanal BSkyB.

