Montag, 10. Dezember 2001

Nächtigungen um 2,2% zurückgegangen

Die oberösterreichische Tourismuswirtschaft geht mit Optimismus in die Wintersaison 2001/2001. Die Schneelage sei gut, die Buchungslage zufrieden stellend und Oberösterreichs Skigebiete hätten in den letzten Jahren mehr als eine halbe Milliarde Schilling (36,3 Mill. Euro) in Wintersport-Infrastrukturmaßnahmen investiert.

Dies verkündete der oberösterreichischen Wirtschaftslandesrat Josef Fill (V) am Montag in einem Pressegespräch in Linz.

Die Nachfrage in den oberösterreichischen Tourismusgebieten sei - besonders für die Feiertage um Weihnachten und Silvester - gut. Besondere Beliebtheit bei den Gästen würden auch Gesundheits- und Wellnessangebote genießen. Generell steige das Interesse an qualitativ hochwertige Quartieren, da die Gäste immer mehr Wert auf Qualität legen und dafür auch mehr Geld ausgeben, so Fill.

Salzkammergut hat Nachholbedarf
Nachholbedarf habe vor allem das Salzkammergut. Hier gebe es einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Privatquartieren bzw. Ein- und Zweistern-Unterkünften, so der Landestourismusdirektor Karl Pramendorfer. Das Angebot sei teilweise 20 oder 30 Jahre alt und daher schwerer zu vermarkten.

Mit den bisher vorliegenden Zahlen zur abgelaufenen Sommersaison zeigten sich sowohl Fill als auch Pramendorfer zufrieden. Laut einer Schätzung des WIFO stiegen die Tourismusumsätze von Mai bis Oktober um gut zwei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders gute Monate waren Mai und August, wetterbedingt eher schlecht ausgelastet der September.

Nächtigungsrückgang um 2,2%
Zwar musste man einen Nächtigungsrückgang von 2,2 Prozent hinnehmen, dem steht allerdings ein Plus von einem Prozent bei den Ankünften, das heißt mehr Gäste, gegenüber. Insgesamt haben 1,17 Mill. Besucher in der Sommersaison 2001 in Oberösterreich ihren Urlaub verbracht.

Besonders erfreut sind die Tourismusfachleute über den hohen Anteil an Oberösterreichern, die im eigenen Bundesland Urlaub machen. Beinahe ein Viertel der Nächtigungen des Bundeslandes werde von Landsleuten gebucht, teilte der Präsident des oberösterreichischen Landesverbandes für Tourismus, Johann Schenner, mit - "ein Wert um den uns ganz Österreich beneidet".

10.12.2001 14:07