Montag, 10. Dezember 2001

Bei Schadensfällen über 1,5 Mrd. Euro zahlt der Staat

In Frankreich übernimmt in Zukunft der Staat die Versicherungsgarantie für Terrorschäden über 1,5 Mrd. Euro (20,6 Mrd. S). Das Pariser Finanzministerium gab am Montag bekannt, dass diese Neuregelung für alle Versicherungsverträge von Wirtschaftsunternehmen gelte.

Die Vereinbarung wurde als Folge der Terroranschläge vom 11. September in den USA mit dem Verband der Versicherungsgesellschaften (FFSA) getroffen.

Versicherung seit 1986 in Frankreich Pflicht
Unternehmen in Frankreich sind nach einer Serie von Anschlägen seit 1986 verpflichtet, sich gegen Terrorfolgen zu versichern. Nach dem 11. September waren die Versicherungsprämien jedoch so stark erhöht worden, dass viele Unternehmen sie nicht mehr finanzieren konnten.

Bis zu einem Betrag von 1,5 Mrd. Euro werden Terrorschäden in Frankreich künftig von Versicherern und Rückversicherern übernommen, bei einem höheren Schaden steht die staatliche Zentralversicherung (CCR) dafür ein.

10.12.2001 12:20