Proteste gegen Aufweichung des Kündigungsrechts

Die italienischen Eisenbahner haben Montag Vormittag die Arbeit niedergelegt. Sie protestieren damit gegen das Projekt der italienischen Regierung, das das Kündigungsrecht aufweicht. Die Streiks verursachten Probleme im öffentlichen Verkehr.
Ähnliche Protestaktionen sind von Arbeitnehmern mehrerer Berufskategorien geplant. Zu Problemen kam es am Montag Vormittag in allen größeren italienischen Städten wegen eines Protests der Belegschaft im öffentlichen Verkehrsbereich. Zirka 400.000 Personen beteiligen sich am Streik.
Der Protest der Arbeitnehmer richtet sich gegen die Regierung Berlusconi, die diese Woche beim Parlament die Ermächtigung beantragen will, um Artikel 18 des seit 1970 geltenden Arbeitsstatuts ohne Abänderungen in Gesetz umwandeln zu können. Die Oppositionsparteien haben somit keinerlei Vetorecht über die Maßnahmen zur Lockerung des Kündigungsschutzes mehr.
Protest werden nächste Woche fortgesetzt
Weitere Proteste sind in den nächsten Tagen geplant. Am kommenden Freitag werden die Staatsbeamte streiken. Am selben Tag wollen auch Bankangestellte die Arbeit niederlegen. Am 17. Dezember wird ein 24-stündiger Streik wieder einmal den Flugverkehr lahm legen.

