"Lasse mich nicht drängen"

Stephan Eberharter wandert auf den Spuren von Hermann Maier. In drei Disziplinen (Abfahrt, Super G und Riesentorlauf) zählt er zu den Favoriten. In NEWS sprich "Steff" über seine Erwartungen, die Favoritenrolle und die Konkurrenz.
NEWS: Der Start in die neue Saison kann nicht viel besser verlaufen. Zeit für eine erste Bilanz. Eberharter: Ich bin sehr positiv gestimmt und zufrieden, denn vier Podestplätze in vier Weltcupbewerben hätte ich nicht erwartet. Und was jetzt kommt? Schauen wir, was die nächsten Rennen bringen.
NEWS: Welche Ziele haben Sie sich für die Saison gesetzt?
Eberharter: Im Riesentorlauf möchte ich wieder stark werden. Bis jetzt hat das ganz gut geklappt mit einem zweiten und einem dritten Platz in den bisherigen Rennen. Und was Abfahrt und Super-G betrifft, war ich auch schon im letzten Jahr mit meiner Leistung zufrieden.
NEWS: Somit zählen Sie in drei Disziplinen zu den absoluten Sieganwärtern und zu den Kandidaten auf den Gesamtweltcup?
Eberharter: Möglich, aber darüber rede ich nicht, wo im heurigen Winter gerade einmal sieben Rennen stattgefunden haben. Vor allem wird meine Leistung im Riesentorlauf schwer beizubehalten sein, da fehlt es mir an Training. Im Jänner oder Februar kann ich dann vielleicht schon etwas mehr dazu sagen.
NEWS: Dennoch drängt Sie der Erfolg in die Favoritenrolle.
Eberharter: Das ist mir egal, da steh ich drüber. Ich bin einfach schon zu lange dabei, um mich in etwas hineinpressen zu lassen. Und meine Routine ermöglicht mir, stets ruhig zu bleiben und mich so noch besser auf die verschiedensten Bedingungen bei den einzelnen Rennen einstellen zu können.
NEWS: Was kann Sie dann aber noch aufhalten?
Eberharter: Eine Verletzung etwa, die kann man nie ausschließen. Und es kommen auch ein paar Rennen, die mir nicht so liegen, wie Gröden zum Beispiel.
NEWS: Wo Ihre Konkurrenten näher rücken könnten?
Eberharter: Ja. Die Schweizer haben ein bisschen aufgeholt. Aber auch die Norweger sind nicht zu vergessen, und ein Nyberg wird wieder stark werden. Die altbekannten Gegner also und vielleicht auch einige neue, wie die Amerikaner mit Bode Miller.
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