Mario Matt ging nicht an den Start

Bode Miller schwimmt derzeit auf der Welle des Erfolges. Der 24-jährige US-Amerikaner gewann am Dienstag nach seinen beiden Siegen im Riesentorlauf von Val d'Isere und dem Slalom von Madonna auch das Testrennen nach neuem Modus in dem italienischen Nobel-Skiort. Miller setzte sich in 1:20,98 Minuten mit 1,28 Sekunden Vorsprung auf den Liechtensteiner Markus Ganahl und mit 1,63 auf den Kroaten Ivica Kostelic durch. Die einzigen ÖSV-Läufer im Rennen, Manfred Pranger und Pierre Egger, schieden in der ersten Runde aus.
Miller zeigte in Madonna auch am Dienstag, dass er derzeit eine Ausnahmestellung einnimmt. In einem Rennen mit neuem Modus, der Zukunft hat. Zwei Durchgänge im K.o.-System stehen am Beginn, danach geht es in weiteren zwei Läufen darum, eine gute Endzeit zu erreichen. Die bessere Zeit aus den letzten zwei Läufen wird mit jener aus dem zweiten Durchgang zur Gesamtzeit zusammengezählt. Miller fuhr drei Mal die beste Zeit, im letzten Lauf konnte er sich damit sogar einen Ausritt leisten, wegen des Publikums stieg er aber zurück und fuhr ins Ziel.
Die großen Abwesenden waren an diesem Tag die Österreicher. Benni Raich und Rainer Schönfelder therapierten ihre verletzten Rücken, Mario Matt zog ein Riesentorlauf-Training dem neuen Bewerb vor. Kilian Albrecht durfte nicht starten, weil er derzeit im Weltcup nicht unter den ersten 15 liegt und am Montag im Weltcup - gleichzeitig Qualifikation für das Rennen - ausgeschieden war. So blieben der Tiroler Pranger und der Vorarlberger Egger über, sie mussten allerdings gegen Giorgio Rocca (Pranger) bzw. Ivica Kostelic (Egger) antreten. Dabei hatte Pranger Pech, mit der zwölften Zeit schied er aus, den Platz als "lucky loser" verpasste er um 6/100. Pranger, der die Premiere dieses Rennens vor zwei Wochen im Europacup gewonnen hatte, beendete das Rennen als 17.
| Endergebnis des K.O.-Slaloms in Madonna di Campiglio |
| 1. | Bode Miller (USA) | 1:20,98 |
| 2. | Markus Ganahl (LIE) | 1:22,26 |
| 3. | Ivica Kostelic (CRO) | 1:22,61 |
| 4. | Markus Larsson (SWE) | 1:23,14 |
| 5. | Drago Grubelnik (SLO) | 1:23,21 |
| 6. | Kalle Palander (FIN) | 1:23,32 |
| 7. | Mitja Valencic (SLO) | 1:23,39 |
| 8. | Harald Strand Nilsen (NOR) | 1:23,44 |
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