Poiree gewinnt überlegen

Die ÖSV-Biathleten haben Pokljuka, die zweite Weltcupstation, am Sonntag mit gesteigertem Selbstvertrauen verlassen. Nach dem grandiosen Erfolg der Staffel am Samstag, der sogar ohne den rekonvaleszenten Ex-Weltmeister Wolfgang Rottmann erreicht worden war, gab es auch im abschließenden Verfolgungsbewerb gute Platzierungen. Ludwig Gredler verbesserte sich von der zehnten an die siebente Stelle, Wolfgang Perner lief von Rang 18 auf elf. Punkte holte auch noch Christoph Sumann als 18.
Walter Gapp, der die Gruppe mit Gredler in Hochfilzen trainiert, war nach dem Erreichen des ersten Zieles zufrieden. "Wir haben bewiesen, dass wir läuferisch dabei sind, auch von den Schusszeiten her passt alles", sagte der Tiroler. Jetzt könne man in Ruhe auf das Hauptziel, die Olympischen Spiele hinarbeiten.
Den Unterschied zur Spitze - der am Sonntag überragende französische Weltcupsieger Raphael Poiree sprintete von Rang acht zu seinem ersten Saisonsieg vor Pawel Rostowzew (RUS) und Halvard Hanevold (NOR) und zur Weltcupführung - machten für Gredler die Fehlschüsse aus. Er musste fünf Strafrunden laufen, bei den Besten waren es maximal drei. "Im Schießen könnten wir noch mehr herausholen", meinte daher Gapp und sprach damit auch Verständigungsprobleme mit Schießtrainer Juri Kaschkarow an.
Bei den Damen feierte Magdalena Forsberg (Schweden) bereits ihren 37. Weltcupsieg, 33 Sekunden vor der Russin Olga Pylewa. Die Ramsauerin Anna Sprung verbesserte sich um 16 Plätze auf Rang 32, verpasste einen Weltcuppunkt aber um 20 Sekunden.
