Herzilein soll Offensiv-Probleme lösen

Für Andreas Herzog heißt es vielleicht bald Schwarzmeer-Küste statt Donauinsel. Nachdem der Transfer des österreichischen Teamkapitäns zu Rapid Wien gescheitert ist und Herzog bei Werder Bremen nur noch auf der Bank sitzt, hat der türkische Fußball-Erstligist Trabzonspor sein Werben um den Spielmacher intensiviert. "Wir haben Probleme in der Offensive, und Herzog ist der Mann, der diese Probleme lösen könnte", erklärte Trabzonspor-Trainer Hans-Peter Briegel der Tageszeitung "Hürriyet".
"Hürriyet" widmete Herzog am Samstag die Titelseite. "Herzog vor den Toren", schrieb das Blatt, und ließ auch Klub-Präsident Ali Karahasan zu Wort kommen: "Herzog ist zwar schon 33 Jahre, aber seine Klasse hat man bei den Spielen gegen Israel und die Türkei gesehen."
Der Klub aus der Küstenstadt Trabzon im Nordosten der Türkei ist traditionell der größte Herausforderer der Istanbuler Großklubs Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas, heuer aber schlecht in die Saison gestartet. Nach 16 Runden liegt Trabzonspor mit sechs Siegen und 21 Punkten nur auf Rang neun, schon 14 Zähler hinter Spitzenreiter Galatasaray.
In der WM-Qualifikation hat ein weiterer Österreicher die Türken überzeugt. Auch Stefan Lexa vom deutschen Zweitligisten Unterhaching hat das Interesse von Trabzonspor auf sich gezogen.
