Bewerbe gehen plangemäß über die Bühne

Die 50. Vierschanzen-Tournee vom 29.12. 2001 bis 6. Jänner 2002 kann plangemäß auf den traditionellen vier Anlagen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen stattfinden. Paul Ganzenhuber nahm am Samstag für die FIS die Überprüfung der umgebauten Bergisel-Anlage vor, Renndirektor Walter Hofer bestätigte das grüne Licht für die Veranstaltung am 4. Jänner. "Paul Ganzenhuber hat die Anlage nach sportlichen Kriterien abgenommen, der Weltcup kann durchgeführt werden", sagte Hofer.
"Wenn die Schnee-Auflage schon da wäre, könnten wir heute schon springen", meinte Ernst Vettori, der im Sprunglauf-Komitee der FIS vertreten ist. Paul Ganzenhuber, der als FIS-Vorsitzender des Weltcup-Komitees die Anlage überprüfte, erklärte in einer Pressekonferenz die Begründung für das grüne Licht der FIS für den Bergisel. "Im sportlich-relevanten Bereich ist das Problem gelöst. Auch die Unterbringung der Athleten, also die Umkleidekabinen sowie der Aufwärmraum sind gesichert", sagte Ganzenhuber. Nach Rücksprache mit dem erkrankten FIS-Schanzenbau-Referenten Wolfgang Happle "ist diese Schanze für das Springen freigegeben", lauteten die erlösenden Worte Ganzenhubers nach der eineinhalbstündigen Begehung mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner, Vettori und Ganzenhuber.
Nicht alles wird rechtzeitig fertig
Schröcksnadel gab nun vor allem den Auftrag an Projektleiter Georg Malojer, den Schanzenbereich aufzuräumen. "Wir wollen in keine Baugrube springen", so Schröcksnadel. Der Komfortbereich, so der ÖSV-Präsident, werde natürlich noch nicht fertig sein, auch die Fertigstellung des Schrägaufzugs ist nicht sicher. "Das ist aber kein Problem. Die Leute sind jetzt 30 Jahre zu Fuß hinauf gegangen, da können's auch ein weiteres Mal rauf gehen", meinte Schröcksnadel mit Tiroler Charme.
Minimalforderung: 20.000 Zuschauer
Weniger Spaß versteht er in Sachen Zuschauer. Man erhoffe sich eine möglichst baldige Entscheidung der Stadt. "Wenn die Zulassung viel unter 20.000 Zuschauern ausfallen wird, dann werden wir in Berufung gehen", kündigte Schröcksnadel an. Die Bundespolizeidirektion Innsbruck wird als Veranstaltungsbehörde darüber entscheiden. "Aber es kann nicht sein, dass für einen WM-Slalom auf einem eisigen Slalomhang 55.000 Zuschauer genehmigt werden und wir hier in Innsbruck, wo im Vergleich zum Vorjahr sogar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden, keine Zuschauer haben dürfen."
