Österreich nach Sieg auf Platz 7

Die Handball-Großmacht Russland hat sich bei den Frauen eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach Jahren in der Talsohle erkämpfte der zweifache Olympiasieger am Sonntag in Meran seinen vierten Weltmeistertitel. Im Finale gegen Titelverteidiger Norwegen setzte sich der EM-Dritte des Vorjahres mit 30:25 (18:12) durch.
Im Halbfinale hatten die körperlich sehr robusten Russinnen Olympiasieger Dänemark, im Viertelfinale Bezwinger von Österreich, unerwartet klar mit 26:20 aus dem WM-Rennen geworfen. Bronze ging an Jugoslawien, das im Spiel um Rang drei Dänemark mit 42:40 nach Verlängerung niederrang.
Von Beginn an demonstrierte Russland seine physische Stärke und ging schnell mit 9:3 in Führung. Norwegen hatte dem druckvollen Spiel kaum etwas entgegenzusetzten. Der noch im Halbfinale gegen Jugoslawien so erfolgreiche Rückraum um Superstar Kjerst Grini wirkte kraft- und ideenlos. Ganz anders der EM-Dritte. Angeführt von der überragenden Regisseurin Irina Poltoratskaja fanden die Russinnen immer wieder den Weg zum Kreis und ließen der besten Torhüterin des WM-Turniers, Cecile Leganger, keine Chance.
Österreich nach Sieg auf Platz sieben
Das österreichische Team hatte das Turnier am Nachmittag nach einem 33:31-Sieg gegen Schweden auf dem zufrieden stellenden siebenten Platz beendet. Auch mit Weltmeister Russland hatte die ÖHB-Truppe in der Gruppenphase lange Zeit gut mitgespielt, jedoch 20:27 verloren.
Die 15. Titelkämpfe in Südtirol boten einige Überraschungen, vor allem durch China. Die Asiatinnen setzten sich in der schweren Gruppe A gegen die Niederlande, Ukraine und Mazedonien durch und schieden erst mit dem 23:24 gegen Europameister Ungarn aus. In Gruppe B glänzten die Schwedinnen, mit 10:0 Punkten stürmten sie zum Sieg in der Gruppe B und wurden erst im Viertelfinale von der Turnier-Überraschung Jugoslawien mit 32:18 gestoppt. In der selben Gruppe setzte auch Angola einige Glanzlichter: Nur mit einem Tor unterlag der Exot den Favoriten Ungarn und Spanien.
Enttäuschend war dagegen die Leistung von Rumänien. In der Vorrunde kam der EM- und WM-Vierte nur zu einem Sieg, und der gelang mit 29:25 über "Underdog" Kongo. Ähnlich erging es dem Ex-Weltmeister und zweifachen Olympiasieger Südkorea, der sich im Neuaufbau für Olympia 2004 befindet.
Endstand:
1. Russland - 2. Norwegen - 3. Jugoslawien - 4. Dänemark - 5. Frankreich - 6. Ungarn - 7. Österreich - 8. Schweden - 9. Slowenien - 10. Spanien - 11. China - 12. Brasilien - 13. Angola - 14. Niederlande - 15. Südkorea - 16. Italien - 17. Rumänien - 18. Ukraine - 19. Tunesien - 20. Japan - 21. Mazedonien - 22. Kongo - 23. Uruguay - 24. Grönland
