Meister Bayern stellte Sieg erst nach Pause sicher

Die Favoriten in den vier Mittwoch-Spielen des deutschen Fußball-Cup hatten auswärts durchwegs Probleme. Vom Resultat her am relativ sichersten schaffte noch der FC Bayern München mit dem 2:0 (0:0) vor 17.500 Zuschauern gegen den drittklassigen VfL Osnabrück den Aufstieg ins Achtelfinale. Frankfurt schied mit Wimmer gegen Hertha aus; Cupholder Schalke und Köln kamen nur mit Mühe weiter. Und Meister Bayern stellte Sieg erst nach Pause sicher.
Erst nach der Pause kam der über weite Strecken pomadig und lustlos wirkende Meister zu seinen Toren. Jancker (60.) mit seinem ersten Saison-Treffer und Scholl (60.) stellten mit ihren Toren den Spielverlauf auf den Kopf. Im Finish gab Jeremies nach siebenmonatiger Verletzungpause ein Comeback. Die Bayern treffen im Achtelfinale am 22. Jänner daheim auf den VfL Wolfsburg (Kühbauer/Plassnegger).
In den restlichen drei Partien ging es schon um den Einzug ins Viertelfinale. Dabei hat Ebbe Sand den FC Schalke vor einer Riesenblamage bewahrt und den Cupholder mit seinem Goldtor eine Runde weiter geschossen. Der dänische Teamstürmer traf in der 115. Minute zum 1:0 (0:0)-Auswärtssieg gegen den drittklassigen SV Darmstadt. Der Regionalligst, der mit dem FC St. Pauli und dem SC Freiburg zwei "Große" aus dem Cup geworfen hatte, lieferte den Gästen vor 24.800 Fans einen echten Pokal-Fight.
Die Frankfurter Eintracht, in deren Reihen Gerd Wimmer bis zur 104. Minute mitwirkte, musste sich im Wald-Stadion vor 10.000 Zuschauern Hertha BSC nach Verlängerung 1:2 geschlagen geben. Das Siegestor der Ersatz geschwächten Berliner, die durch Tretschok einen Elfer (98.) vergaben, gelang Dardai in der 95. Minute.
Noch mehr Mühe hatte der 1. FC Köln, der vor 18.000 Zuschauern auswärts gegen den drittklassigen Pokalschreck KFC Uerdingen erst im Elferschießen 5:3 gewann. Nach 90 Minuten und Verlängerung hatten die Hausherren, die zuvor mit Energie Cottbus und Werder Bremen zwei Oberhaus-Vereine eliminiert hatten, ein 1:1 gehalten.
