Warnung vor neuem Rüstungswettlauf

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die einseitige Kündigung des ABM-Vertrags zur Raketenabwehr durch die USA bedauert. Ein Sprecher Annans sagte am Freitag in New York, der Generalsekretär sei "besorgt" über das Risiko eines neuen Rüstungswettlaufs besonders im Bereich ballistischer Raketen.
Die US-Entscheidung könne bestehende Abrüstungsabkommen und Regelungen zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen schwächen.
Der ABM-Vertrag sei Jahrzehnte lang ein "Eckstein der Friedenserhaltung und der weltweiten strategischen Stabilität" gewesen, zitierte der Sprecher Annan weiter. Die USA müssten sich nun um neue internationale Abkommen bemühen.
US-Präsident George W. Bush hatte die Aufkündigung des ABM-Vertrages am Donnerstag bekannt gegeben. Das Abkommen über die Abwehr ballistischer Raketen war 1972 von den Staatschefs Richard Nixon und Leonid Breschnew unterzeichnet worden. Es steht den US-Plänen für die Entwicklung eines nationalen Raketenabwehrsystems (MD) entgegen.
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