Freitag, 14. Dezember 2001

Vier Jahre lang Gemeinschafts-Projekte

Kärnten und die Italiens Region Friaul-Julisch-Venetien rücken näher zusammen. Landeshauptmann Jörg Haider (F) und Regionspräsident Renzo Tondo haben die grenz-überschreitende Zusammenarbeit bekräftigt und in Triest im Rahmen einer Konferenz über internationale Beziehungen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Das Abkommen geht zurück auf die Gespräche der beiden Regierungen am 13. September in Pörtschach. Der Vertrag von zwölf Artikeln gilt für vier Jahre. Vereinbart wurde u.a. die Installierung einer Arbeitsgruppe unter der gemeinsamen Leitung von Haider und Tondo sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Kultur.

Projekte sollen vor allem durch Nutzung der EU-Instrumente Interreg III grenzüberschreitend durchgeführt werden - beispielsweise Jugendprogramme zur Bekämpfung des Nikotin- und Alkoholmissbrauchs und der Austausch von Native Speakern an Schulen.

Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Kultur
Im Tourismusbereich ist es ein gemeinsames Anliegen, die Entwicklung des Tourismusgebietes des Nassfeld (Passo Pramollo) voranzutreiben. Ein weiteres Vorhaben, bei dem neben Kärnten und Friaul auch Venetien, die Steiermark und das Burgenland eingebunden werden sollen, ist die Schaffung einer gemeinsamen touristische Marke unter dem Motto "Destination Südalpen". Hier erfolgt eine Unterstützung auf Bundesebene durch Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann (F).

Im Bereich Wirtschaft gibt es ebenfalls bereits erste Umsetzungsschritte: Zur Unterstützung bei Förderungen und Betriebsansiedelungen von Firmen in den beiden Regionen ist die Gründung einer gemischten Gesellschaft zwischen den zwei derzeitigen Gesellschaften BABEG (Betriebsansiedelungsgesellschaft) und der friulanischen FINEST in Ausarbeitung. Die Gesellschaft soll grenzüberschreitende Projekte fördern, Unternehmensnetzwerke aufbauen und Klein- und Mittelbetriebe bei der Expansion nach Osteuropa helfen. Weiters soll die intensive Zusammenarbeit im Forschungsbereich sowohl auf Ebene der Ausbildung als auch bei der industriellen Forschung gefördert werden.

Gegen Gewalt und Terrorismus
Als Zeichen gegen Gewalt und Terror haben Haider und Tondo sich das Ziel gesetzt, im Rahmen einer "Region des Friedens" bei der Durchführung der Hilfsaktion für Kinder aus New York eng zusammen zu arbeiten. Die Kinder sollen im nächsten Jahr die Möglichkeit haben, sowohl einen Aufenthalt in Kärnten als auch an der Adria zu genießen. "Wir haben jetzt viel Arbeit vor uns", fasste Haider zusammen.

14.12.2001 16:28