Donnerstag, 13. Dezember 2001

Glawischnig: Scheinkompromiss mit Tschechien

ÖVP und FPÖ hätten sich in Sachen Temelin mit einem "Scheinkompromiss abspeisen lassen", kritisiert die Grüne Umweltsprecherin Eva Glawischnig das Verhalten der Koalitionsparteien in den Verhandlungen über das tschechische Atomkraftwerk. Die Aussagen des tschechischen Außenministers Jan Kavan hätten belegt, dass die Koalitionsparteien niemals ernsthaft über die Nichtinbetriebnahme Temelins verhandelt hätten.

Die Regierung habe bei Temelin nur eine "Show" inszeniert. Während mit Tschechien und der EU nie über einen Atom-Ausstieg verhandelt worden sei, habe man für die österreichische Öffentlichkeit einen angeblichen Verhandlungskrimi inszeniert und sich als Verhandlungssieger abfeiern lassen, hielt Glawischnig ÖVP und FPÖ vor.

Vor allem die "FPÖ mit ihrem Anti-Tschechien-Parteibegehren hat nach dieser Klarstellung Kavans - der noch dazu innerhalb der tschechischen Regierung als Temelin-Skeptiker gilt - akuten Erklärungsnotstand".

13.12.2001 11:12