Auch Afghanistan war Thema

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hat Dienstag Nachmittag mit dem Präsidenten Usbekistans, Islam Karimow, Möglichkeiten eines verstärkten Engagements der Europäischen Union in Zentralasien erörtert. Es gebe in der EU Überlegungen, die Zusammenarbeit mit den Ländern Zentralasiens zu verstärken, teilte die Sprecherin des Bundeskanzlers, Verena Nowotny, mit. Das Spektrum der Projekte reichte von der wirtschaftlichen Kooperation bis zum kulturellen Austausch.
Karimow und Schüssel diskutierten auch die Zukunftsperspektiven Afghanistans. Im bilateralen Bereich erläuterte Karimow vor allem die Möglichkeiten, die Usbekistan für wirtschaftliche Zusammenarbeit und ausländische Investitionen bietet. Der usbekische Präsident äußerte die Hoffnung nach verstärkter Wirtschaftszusammenarbeit mit Österreich, berichtete Nowotny.
Zuvor hatte der usbekische Präsident das Parlament besucht und ein Gespräch mit Nationalratspräsident Heinz Fischer (S) geführt, dem auch Bundesratspräsident Alfred Schöls (V) sowie der Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses, Peter Schieder (S), beiwohnten. Karimow wies laut Parlamentskorrespondenz darauf hin, dass in Afghanistan bereits seit mehr als 20 Jahren Krieg herrsche. Immer wieder sei auf die Gefahrenpotentiale der Region - vom Terror über den religiösen Fanatismus bis zum Drogenhandel - hingewiesen worden. Doch hätten erst die Ereignisse des 11. September "vielen Staaten die Augen geöffnet". Er sei den USA und Europa dankbar, dass sie ihre Aufmerksamkeit jetzt auf Afghanistan richteten, sagte Karimow.
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