Orange kauft den 50%-Anteil der E.ON an One

Der Handybetreiber One, Nummer drei am heimischen Mobilfunkmarkt, bekommt eine neue Mutter. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird der deutsche Energieriese E.ON, der 50,1 Prozent an One hält, seine Anteile andie französische Orange verkaufen. One verweigert bis dato eine Stellungnahme zum Eigentümerwechsel.
Laut FORMAT ist der Deal mit den Franzosen hinter den Kulissen schon fixiert, auch wenn Walter Ressler, Aufsichtsratschef der Connect Austria, die hinter der Marke One steht, offiziell nur bestätigt: "Ab Jänner wird es ernst. Und ich glaube nicht, daß jemand von außen das Paket von E.ON übernimmt."
E.ON muß vor allem deswegen bis Jänner warten, weil dann ein neues Gesetz in Deutschland Veräußerungsgewinne bei Beteiligungen steuerfrei stellt. Insider schätzen den Gesamtwert von One auf rund fünfzehn Milliarden Schilling. Orange hatte per Ende September dieses Jahres 37,1 Millionen Handy-Kunden, den Großteil davon in Frankreich und England.
One will Eigentümerwechsel nicht kommentieren
Der drittgrößte österreichische Mobilfunkanbieter One schweigt zu der von Medien kolportierten Übernahme der Mehrheit an One durch Orange, die Handy-Tochter der France Telecom, die angeblich den E.On-Anteil an One kaufen will: "Wir wollen diese Gerüchte weder kommentieren noch bestätigen", sagte One-Sprecher Michael Sprinzl am Montag vor Journalisten. Auch die Konzernzentrale der E.On in Düsseldorf wollte heute die entsprechenden Berichte in österreichischen nicht kommentieren.

