Donnerstag, 6. Dezember 2001

Leitzins bleibt bei 3,25 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Zinsen wie erwartet unverändert gelassen. Der wichtigste Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bleibt damit bei 3,25 Prozent.

Dies teilte die Notenbank am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mit. Mit dem heutigen Zinsentscheid hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Erwartungen der Wirtschaft, der Banken und der Wissenschaft entsprochen. Die Mehrzahl der Volkswirte und Finanzexperten hatte nicht mit einer Zinssenkung gerechnet. Vor allem in den USA gebe es erste Anzeichen dafür, dass der wirtschaftliche Abschwung zu Ende geht, hieß es zur Begründung am Finanzplatz Frankfurt. Erst Anfang Februar wird der nächste Zinsschritt auf 3,0 Prozent erwartet.

Einige Wissenschaftler hatten die EZB sogar vor einer weiteren Lockerung der Zinsschraube gewarnt. Nach Ansicht des "EMU Monitors", einer Gruppe unabhängiger Wirtschaftswissenschaftler, hätte ein solcher Schritt zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin nichts gegen den Abschwung ausrichten können. Denn für die aktuelle Konjunkturschwäche seien Überkapazitäten in Teilen der Wirtschaft sowie die Investitions- Zurückhaltung der Unternehmen verantwortlich. Dagegen sei die Geldpolitik aber machtlos.

6.12.2001 14:08