Donnerstag, 6. Dezember 2001

Analyse: Branche steckt 2001 und 2002 in Rezession

Wie kann man die Jobs im Baugewerbe sichern? Zur Aufrechterhaltung stabiler Beschäftigungszahlen am Bau sei auf Grund der zunehmenden Produktivität ein reales Wachstum der Bauproduktion von ca. 3,5 Prozent pro Jahr notwendig. Dies ergab eine Studie der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen (FGW).

Ein solches Wachstum sei kurz- und mittelfristig allerdings auch bei - aus budgetären Gründen wenig wahrscheinlichen - angekurbelten öffentlichen Aufträgen nicht realisierbar, heißt es. Die Studienautoren empfehlen deshalb, mit ebenso großer Vehemenz beim Symptom - der steigenden Arbeitslosigkeit - wie bei der Ursache - der Konjunkturflaute - anzusetzen. Ab dem zweiten Quartal 2001 haben Rationalisierungen und Produktionsrückgang die Arbeitslosigkeit am Bau in Österreich massiv verschärft. Von September 2000 bis September 2001 stieg die Arbeitslosigkeit am Bau um nicht weniger als 25 Prozent.

Die Bauindustrie steckt derzeit in einer Rezession: Nach einem realen Wachstum der österreichischen Bauwirtschaft von 2,8 Prozent im vergangenen Jahr ist im zu Ende gehenden Jahr 2001 mit einer Schrumpfung um 1,9 Prozent und 2002 mit einem Minus von 2,6 Prozent zu rechnen.

6.12.2001 09:42