Dienstag, 4. Dezember 2001

Um 0,6 Prozent

Die Erzeugerpreise der Industrie (ohne Baugewerbe) sind in der Eurozone im Oktober gegenüber September um 0,6 Prozent gefallen. Auch im Vergleich zu Oktober 2000 lagen die Erzeugerpreise um minus 0,6 Prozent niedriger. Damit waren die jährlichen Raten nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat vom Dienstag erstmals seit Juli 1999 negativ.

Volkswirte hatten den monatlichen Preisanstieg mit minus 0,4 Prozent etwas moderater vorhergesagt und gegenüber Oktober 2000 mit einem Rückgang von lediglich 0,3 Prozent gerechnet.

Wie Eurostat weiter mitteilte, lagen die Erzeugerpreise in der gesamten Union im Oktober gegenüber dem Vormonat ebenfalls um 0,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent niedriger. Im September war der Index für beide Wirtschaftsräume im Vergleich zu August um 0,1 Prozent gestiegen.

Für Vorleistungsgüter melden die Statistiker für Oktober auf Jahresabstand Erzeugerpreise von minus 0,8 (September: minus 0,2) Prozent für die Eurozone und minus 0,7 (minus 0,2) Prozent für die EU 15. Bei Investitionsgütern verzeichnete die Eurozone im Oktober einen Anstieg um 1,1 (plus 1,1) Prozent und die EU 15 ein Plus von 0,7 (plus 0,8) Prozent. Für Gebrauchsgüter lagen die Preise in der Eurozone um 1,8 (plus 1,9) Prozent höher als im Oktober 2000 und in der gesamten Union um 1,4 (plus 1,6) Prozent.

Bei den Verbrauchsgütern stiegen die Preise in der Eurozone um 2,7 (plus 3,0) Prozent und in der gesamten Union um 2,5 (plus 2,7) Prozent gegenüber Oktober 2000. Für den Berichtsmonat lagen laut Eurostat wiederum keine Daten aus Belgien, Dänemark, Griechenland und Österreich vor. Der Index der Erzeugerpreise erfasst die Entwicklung der Verkaufspreise ab Werk für alle Erzeugnisse, die auf den Inlandsmärkten der Mitgliedstaaten verkauft werden. Importe sind darin nicht enthalten. Die Indizes für die Eurozone und die EU 15 beziehen sich auf die gewichtete Gesamtheit dieser Preisentwicklung.

4.12.2001 12:53

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