Dienstag, 4. Dezember 2001

225.000 Arbeitslose im November

Die Situation am heimischen Arbeitsmarkt hat sich im November dramatisch verschärft: Die Zahl der Jobsuchenden stieg gegenüber dem Vorjahr um 31.983 Personen oder um 16,6 Prozent auf 224.877 Betroffene. Gleichzeitig hat sich das Beschäftigungswachstum in Österreich deutlich verlangsamt. In der Eurozone jedoch blieb die Oktober-Arbeitslosigkeit unverändert.

Gegenüber Oktober wurden um 28.605 Arbeitslose oder um 14,6 Prozent mehr registriert, gab das Arbeitsmarktservice (AMS) am Dienstag bekannt.

Im November gab es mit 3,137.386 unselbstständig Beschäftigten nur mehr um 4.145 Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Im vergleichbaren Vorjahresmonat legte die Beschäftigung noch um knapp 20.000 Personen zu. Gegenüber Oktober 2001 nahm die Beschäftigung in Österreich saisonbedingt um 26.381 Betroffene ab.

Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenrate stieg gegenüber dem Vormonat von 4 Prozent auf 4,1 Prozent und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 3,7 Prozent. Die nationale Quote stieg von 5,8 Prozent im Vormonat auf 6,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosenquote um 0,9 Prozentpunkte zu. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren im November alle Altersgruppen und fast alle Branchen betroffen. Am kräftigsten mit einem Plus von fast 32 Prozent stieg die Arbeitslosigkeit am Bau.

Oktober-Arbeitslosigkeit der Eurozone unverändert 8,4 Prozent
Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote der Eurozone blieb im Oktober unverändert zum Vormonat September bei 8,4 Prozent. Dies teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Ein Jahr zuvor, im Oktober 2000, hatte die Quote 8,5 Prozent betragen.

Die gesamte Union verzeichnete im Oktober eine Arbeitslosenrate von 7,7 Prozent, auch bei diesem Wert ergab sich keine Veränderung gegenüber dem Vormonat. Im Oktober des Vorjahres hatte die Quote bei 7,9 Prozent gelegen.

Eurostat schätzt, dass damit im Oktober dieses Jahres in der Eurozone 11,4 Millionen und in der gesamten EU 13,3 Millionen Menschen ohne Arbeit waren.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten im Oktober hatten laut Eurostat die Niederlande (2,2 Prozent im September), Luxemburg (2,5 Prozent), Irland (3,9 Prozent) und Österreich (4,0 Prozent). In Deutschland betrug die Arbeitslosenrate 8,0 Prozent. Spanien hatte mit 12,9 Prozent weiterhin die höchste Quote im EU-Raum.

Die Quote für die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen lag in der Eurozone bei 16,4 Prozent und in der EU-15 bei 15,3 Prozent, ein Jahr zuvor hatte sie 16,5 bzw. 15,6 Prozent betragen.

In den USA lag die Arbeitslosenquote im Oktober 2001 bei 5,4 Prozent, nach 4,9 Prozent im Vormonat September.

4.12.2001 11:07