Dienstag, 4. Dezember 2001

Jetzt jagt Ronnie Hans Krankls Rekord

Ronald Brunmayr wurde in einer von der Austria Presse Agentur organisierten Umfrage zum Fußballer des Jahres 2001 gewählt. Befragt wurden die zehn Trainer der max.Bundesliga-Klubs. Der GAK-Torjäger wurde Nachfolger von Tirol-Stürmer Radoslaw Gilewicz, der diesmal hinter seinem Klubkollegen Michael Baur nur auf Rang drei ex aequo mit Rapids Jungstar Roman Wallner kam. Und jetzt jagt Brunmayr sogar den Torrekord von Hans Krankl.

Seine 22 Tore in 22 max.Bundesligaspielen beeindruckten natürlich auch die Oberhaustrainer, waren starke Argumente, denen sich die meisten nicht verschließen konnten. Daher erkoren die zehn Trainer Ronald Brunmayr in der zum 18. Mal von der APA - Austria Presse Agentur durchgeführten Wahl zum "Fußballer des Jahres 2001" in Österreich.

Fast alles spricht dafür, dass der 26-jährige Oberösterreicher in Diensten des GAK auch als Schützenkönig in die Fußstapfen des Polen tritt. Mit seinen 22 Toren hat er die Ausbeute des Tirol-Stürmers vom Vorjahr schon erreicht und nimmt in den 14 Frühjahrsrunden die 32 Treffer von Ivica Vastic aus der Saison 99/00 ins Visier. Im Frühjahr hatte der Stürmer sechs Bundesliga-Treffer für seinen Klub geschossen (15 waren es in der kompletten Saison 00/01), im Herbst drei Mal im UEFA-Cup gescort. In der europäischen Rangliste liegt Ronnie auf Platz 2. Und: Er ist der Erste seit langem, der Hans Krankls "ewigen Rekord" - 41 Tore im Jahr 1978 - nahe kommen könnte. Brunmayr: "Das macht mir noch lange keine Kopfweh."

Drei Punkte von Tirol-Kapitän Michael Baur entfernt
Mit seinen 20 Punkten distanzierte Brunmayr, erster Oberösterreicher und GAK-Spieler als Wahlsieger, den in diesem Jahr auf hohem Niveau spielenden Tirol-Libero- und Kapitän Michael Baur (17) knapp. Kein Wunder, dass der Ausgezeichnete die Nachricht mit großer Freude zur Kenntnis nahm. "Dieser Titel ist der bisherige Höhepunkt meiner Karriere. Das Schönste und eine sehr, sehr große Ehre", strahlte Brunmayr über seinen doch eher unerwarteten Triumph.

"Eine Bestätigung meiner konstanten Leistungen durch Experten und eine Verpflichtung und ein Anreiz so weiterzumachen und noch besser zu werden", sagte der fünffache Internationale, dessen durch Achillessehnenproblemen verursachte Absage vor dem ersten Israel-Termin die Nichtberücksichtigung auch für folgenden Spiele zur Folge hatte.

"In die Nationalmannschaft will ich aber zurück", sagt Brunmayr, sein zweites (Nah)Ziel ist im Kampf mit Sturm Rang zwei in der Liga und damit die Champions League-Qualifikation. 15 Tore hatte er sich zunächst als Saison-Torausbeute vorgenommen, nun hat er schon im Herbst seinen persönlichen Saison-Rekord mit dem SV Ried (19) überboten. Wie viele Tore es nach 36 Runden sein könnten, da will und kann sich Brunmayr nicht festlegen. Den Allzeitrekord von Hans Krankl aus der Saison 77/78 von 41 Toren hat er aber nicht einmal im Blickfeld.

Die zehn Trainer votierten unterschiedlich
Von den zehn Trainern setzten Lothar Matthäus und Toni Pfeffer Brunmayr auf Rang eins, für Christian Keglevits, Alfred Tatar und Hans Krankl war er der zweitbeste, für Lars Söndergaard Dritter. Gilewicz wurde von seinem Trainer, Jogi Löw, und Walter Schachner auf Rang eins eingestuft, Michael Baur von Keglevits und Rainer Hörgl. Ivica Osim nahm als Nummer eins Jerzey Brzeczek vor zwei weiteren Tirolern, Tatar entschied sich für Marc Ziegler, Krankl für Wallner und Söndergaard für Andreas Herzog.

4.12.2001 09:17