UEFA-Cup durch Schachners Blick nach Wien gefährdet

Szenen einer Ehe in der österreichischen Fußball-max.Bundesliga. Walter Schachner flirtet in aller Öffentlichkeit mit der Wiener Austria, sein bisheriger Partner FC Kärnten aber will die Trennung nicht bzw. nur zu bestimmten finanziellen Konditionen hinnehmen. Hinzu kommt, dass damit das Vertrauen von Kärnten in ihren Noch-Trainer wackelt.
"Die Austria kann damit leben, dass Schoko bis zum Sommer in Klagenfurt bleibt. Aber für die Kärntner ist es Wahnsinn, mit einem Trainer zu arbeiten, der mit dem Kopf schon bei der Austria ist. Das könnte sogar ihren derzeitigen UEFA-Cup-Platz gefährden", meinte Peter Svetits, rechte Hand von Austria-Geldgeber Frank Stronach.
Svetits bekräftigte, mit dem Ex-Internationalen in ständigem Kontakt zu stehen. "Alle Entscheidungen über sportliche Belange bei der Austria werden nur in Absprache mit Schachner getroffen. Schon am Freitag werden wir wieder ein Gespräch führen", meinte Svetits, der betonte, dass die Austria nach wie vor nicht bereit ist, eine Ablöse für den noch bis Juni des kommenden Jahres an den Aufsteiger gebundenen 44-Jährigen zu zahlen.
Trainergespann Pfeffer/Hörmann degradiert?
Die offenbar starke Einbindung des ehemaligen Italien-Legionärs unter anderem in der Frage von Neuverpflichtungen, was eine Degradierung des derzeitigen Trainergespanns Pfeffer/Hörmann bedeuten würde, brachte Kärnten-Manager Günter Hafner in Rage. "Sollte sich herausstellen, dass das stimmt, kann Schachner mit einer Geldstrafe rechnen", meinte Hafner, der sich auch vorstellen kann, Schachner in diesem Fall einen mit weit reichenden Kompetenzen ausgestatteten Co-Trainer zur Seite zu stellen.
Der Manager wundert sich über die plötzliche mangelnde Spendierfreudigkeit von Austria-Boss Frank Stronach. "Nur weil er glaubt, sparen zu müssen, werden wir ihm sicher keinen neuen Trainerstab zum Nulltarif bereitstellen. Wir sind nicht bereit, für die Austria gratis Entwicklungshilfe zu leisten."
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