Fünf Trainer nahmen Abschied

Interessante Zahlen finden sich unter anderem in der Zuschauerbilanz der abgelaufenen Herbstsaison der max.Bundesliga: Rekordmeister Rapid liegt nur an fünfter Stelle, die Austria aus Wien ist gar nur Vorletzter. Auch die bösen Buben dürften in Wien zu Hause sein: Rapid kassierte in 21 Spielen vier rote und zwei gelb-rote Karten. Bemerkenswert: Von zehn Vereinen wechselten gleich fünf den Trainer.
TRAINERWECHSEL: Gleich fünf Klubs, also die Hälfte der max.Bundesligisten, wechselten im Herbst die Trainer. Die Austria war der erste, Walter Hörmann/Toni Pfeffer ersetzten am 12. August den Niederländer Arie Haan. Von 14 Spielen gewannen die Violetten unter dem Trainerduo nur vier, sechs gingen bei vier Remis verloren. Dann zog Rapid gleich. Zunächst durfte Co Peter Pesidis (eine Niederlage, ein Remis) nach Ernst Dokupil (7 Spiele, 3 Siege - 1 Remis - 3 Niederlagen) werken, dann zogen die Hütteldorfer Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus aus dem Hut, dessen Bilanz mit nur zwei Siegen, bei drei Remis und sieben Niederlagen in zwölf Spielen aber eher zur traurigen Sorte gehört.
Als dritter Verein war SV Salzburg an der Reihe, dessen schwedischer Trainer Hans Backe von sich aus dem FC Kopenhagen den Vorzug gab. Sein Co-Trainer Lars Söndergaard durfte ab 10. September ran und schnitt mit sechs Siegen, zwei Remis, vier Niederlagen erfolgreicher ab als sein Vorgänger (3-4-3). Der GAK machte Werner Gregoritsch (11 Spiele, 5-3-4) zum Ex, das 0:7 in Tirol und das 0:3 im UEFA-Cup in Utrecht hatten ihn den Job gekostet. Nach zwei Spielen (zwei Siege) unter Christian Keglevits übernahm Thijs Libregts das Zepter, der seit Ende September in neun Spielen fünf Siege bei drei Remis und einer Niederlage feiern durfte.
Als fünfter Klub musste sich der FC Tirol um einen neuen Trainer umsehen, nachdem Meistermacher Kurt Jara nach zwölf Spielen (zehn Siege, zwei Remis) im Oktober zum Hamburger SV abgewandert war. Der Deutsche Joachim Löw übernahm am 12. Oktober und schaffte in acht Spielen bei einem Remis und zwei Niederlagen fünf Siege.
ZUSCHAUER: Die meisten Zuschauer (nach noch nicht offiziellen Zahlen, also mit Arbeits- Freikarten usw.) hatte der SK Sturm mit im Schnitt 11.180 für seine elf Heimspiele. Dann folgte der FC Tirol mit 10.855, Aufsteiger Kärnten 8.880, der GAK 8.241. Die weitere Reihung: 5. Rapid 7.550 (das schlechte Abschneiden machte sich entscheidend bemerkbar) - 6. Salzburg 6.273 - 7. Ried 5.682 - 8. Bregenz 4.791 - 9. Austria 4.282 - 10. Admira/Wacker 3.255
Die erste Runde war mit 44.600/Schnitt 8.920 (Paarungen Rapid-Sturm, GAK-Tirol, Kärnten-Ried, Salzburg-Austria und Bregenz-Admira) am besten besucht. Im Schnitt nur 4.340 waren zur 21. Runde (Kärnten-Sturm, Salzburg-Austria, GAK-Ried, Rapid-Bregenz und Admira-Tirol) gekommen, wobei Mittwochtermin und Kälte mitgespielt hatten.
Die Partie GAK-Sturm war mit 15.145, vor Tirol-Sturm (15.000), Tirol-Rapid (14.500) und Rapid-Sturm (11.600) am besten besucht. Zu ingesamt neun Spielen kamen 10.000 und mehr. Minusrekord gab es mit den 800 bei Admira-Ried.
Die MEISTEN SIEGE gab es für den FC Tirol (Tordifferenz plus 36) mit 15 (bei zwei Spielen weniger) vor dem GAK 11 (+ 17) und ein Match im Rückstand für Sturm 10 (+ 16). Die wenigsten durfte die Admira (3) bei 16 Niederlagen feiern, allerdings waren Ried und Rapid mit jeweils fünf auch nicht viel besser. Die Heimteams gewannen bei 28 Remis und 32 Niederlagen 47 Mal.
ELFMETER: Insgesamt 19 wurden verhängt. Von denen wurden 15 verwandelt, einer verschossen (Pamic/GAK beim 0:2 gegen Tirol) und drei gehalten. Safar (Salzburg) blieb Sieger gegen Janocko /Austria), Oraze (Ried) gegen Kirchler (Tirol) und Heu (Admira) gegen Martin Hiden (Austria). Brunmayr (GAK) verwandelte drei Penalties.
Die Austria erhielt übrigens mit fünf die meisten Elfer zugesprochen, verwertete aber nur drei. Dann folgten der GAK 4 (3), Ried 3 (3), Tirol 2 (1), Salzburg 2 (2), Kärnten 2 (2) und Rapid 1 (1). Für Sturm, Bregenz und Admira wurde hingegen kein einziger gepfiffen.
ROTE (GELB-ROTE) KARTEN: 19 Rote und 22 Gelb-Rote Karten wurden verhängt. Bei den Roten war Rapid mit vier vor Ried, Salzburg je 3, der Austria, Admira, GAK, Bregenz je 2 und Sturm 1 Spitze, während Tirol und Kärnten ohne davon kamen. Bei den Gelb-Roten führte Salzburg (4) vor Sturm, Austria, Ried, Admira (je 3), Rapid, Kärnten (je 2), GAK und Tirol (je 1) die Rangliste an, Bregenz blieb ungeschoren.
TABELLENFÜHRER und SCHLUSSLICHT: Rapid war nach dem 3:1 gegen Sturm der erste Tabellenführer, ab Runde zwei lag immer der FC Tirol auf Rang eins. Der GAK (1.) wurde von der Admira (2-9. und 11.-22.) abgelöst, Bregenz war ein Mal (10.) ganz unten.
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