Unterdrückung und Gewalt in allen Erdteilen

Das Jahr 2001 war nach Einschätzung des Europarates "ein schlechtes Jahr für die Menschenrechte". Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Lord Russell-Johnston, erklärte am Montag zum Internationalen Tag der Menschenrechte, in allen Erdteilen seien Menschen unterdrückt, verfolgt, gefoltert und getötet worden.
Namentlich nannte Russell-Johnston die Todesstrafe in China, die Opfer der Gewalt und des Terrorismus im Nahen Osten, den USA und Afghanistan, aber auch die Lage in Tschetschenien und im früheren Jugoslawien.
Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung kritisierte auch die westlichen Gesellschaften in Europa, wo "die kollektive Paranoia" gegenüber Einwanderern neue traurige Höhepunkte erreicht habe. Alte Vorurteile tauchten wieder auf, und Wahlkämpfe würden zu Kundgebungen politischer Intoleranz.
UNHCR hebt besondere Gefährdung von Flüchtlingsfrauen hervor
Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Menschenrechte hat das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) die besondere Gefährdung von Flüchtlingsfrauen hervorgehoben. Die Tragödie von Flucht und Vertreibung trifft vor allem Frauen und Mädchen. Sie seien nicht nur in ihrem Heimatland besonders gefährdet, Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu werden, sondern auch auf der Flucht und im Exil.
Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat trete deshalb dafür ein, jene schutzsuchenden Frauen und Mädchen als Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonventionen anzuerkennen, die in ihrem Heimatland auf Grund geschlechtsspezifischer Verfolgungsmaßnahmen in eine ausweglose Lage geraten seien.
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