Früherer ORF-Mann hat sich beworben

Zu den Bewerbern für die Position des ORF-Generaldirektors zählt Karl Stipsicz (42), langjähriger früherer ORF-Mitarbeiter und Korrespondent in Budapest und seit vier Jahren Programdirektor des ungarischen Privatsenders TV 2. "Ich habe mich beworben", bestätigte Stipsicz am Wochenende.
Dies sei eine "autonome Entscheidung" gewesen, betonte er: Er sei von niemandem, etwa seitens der Politik, aufgefordert worden, sich zu bewerben. Dass sich der Privatsender TV 2 in den vier Jahren seines Bestehens zum "größten Fernsehsender Ungarns" entwickelt habe, gebe ihm "das größte Selbstvertrauen", so Stipsicz.
Durch seine langjährige Tätigkeit für den ORF - insgesamt an die 13 Jahre - kenne er das Unternehmen gut. Die Tatsache, dass er in den Jahren in Ungarn eine gewisse Distanz zu den Diskussionen um den österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk erworben habe, sei sicher auch von Vorteil, meinte er. Vor seiner Zeit beim ORF war Stipsicz für Printmedien, unter anderem die "Wochenpresse", die "Zeit" und die "Neue Zürcher Zeitung" tätig.
Die Bewerbungsfrist endete am vergangenen Freitag, dem Vernehmen nach sind zehn Bewerbungen eingegangen. Gewählt werden soll der Generaldirektor am 21. Dezember vom neuen 35-köpfigen Stiftungsrat. Neben Stipsicz Bewerbung ist derzeit nur jene des amtierenden Generalintendanten Gerhard Weis bekannt. Die weiteren Bewerber sollen erst Anfang der Woche öffentlich gemacht werden.
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