Provisions-Affäre - Behörden ermitteln

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sind Gynäkologen und Hebammen in ganz Österreich in eine Provisions-Affäre verwickelt, die von mehreren Blutbanken ausgeht. Dabei geht es um das Einfrieren von bei Geburten anfallendem Restblut aus der Nabelschnur, in dem Stammzellen vorhanden sind, über die Wunderdinge versprochen werden.
Werdenden Müttern wird die Abnahme und Einfrierung zum Preis von rund 20.000 Schilling mit der Behauptung empfohlen, das Blut könne dem Kind in der Zukunft als medizinisches Ersatzteillager dienen: Die Stammzellen ermöglichten die Heilung schwerer Krankheiten und die Züchtung ganzer Organe.
Pro Blutabnahme werden 1000 Schilling an Provisionen ausgeschüttet. Das wird von mehreren Blutbanken bestätigt, so "profil". Weiters wurde bestätigt, dass öffentliche Krankenhäuser mit Kongressreisen für Ärzte geködert werden.
Zahlreiche Wissenschafter bezeichnen die Versprechungen schlicht als Unsinn.
Die Wiener Gesundheutsstadträtin Elisabeth Pittermann hat Untersuchungen eigeleitet. Im Gesundheitsministerium liegen 1500 Unterschriften von protestierenden Ärzten, berichtet "profil".
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