Drei Kinder unter den acht Toten in Irland

Nach der Aufdeckung eines weiteren Flüchtlingsdramas haben die irischen Polizeibehörden noch in der Nacht zum Sonntag gemeinsam mit ihren Kollegen in Belgien, Deutschland und Italien Ermittlungen zu den Hintergründen aufgenommen. Zuvor waren in einem Möbelcontainer im südostirischen Wexford die Leichen von acht illegalen Einwanderern entdeckt worden; fünf weitere überlebten nur knapp die Odyssee durch Westeuropa. Sie wurden auf der Intensivstation des Krankenhauses von Wexford behandelt.
Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um drei Kinder im Alter von etwa vier und zehn Jahren sowie um vier Männer und eine Frau. Die Polizei vermutet, dass sie von Schlepperbanden eingeschleust wurden. Woher die Flüchtlinge stammen und seit wann sie sich in dem Container versteckten, war zunächst noch unklar.
Die Flüchtlinge befanden sich den Angaben zufolge in einem Möbelcontainer aus Italien. Nach ersten Ermittlungen wurde der Container am 30. November von Mailand aus per Zug via Köln nach Belgien transportiert. Am vergangenen Dienstag verließ er den Hafen von Zeebrugge, zwei Tage später erreichte er den Hafen von Waterford. Dort wurde er auf einen Laster nach Wexford verladen. Der Fahrer schöpfte Verdacht, als er beim Stopp in einem Industriegebiet aus dem Laderaum Geräusche hörte.
In einer ersten Reaktion auf den grausigen Fund sprach der irische Premierminister Bertie Ahern von einer "entsetzlichen Tragödie". Nach den Verantwortlichen des Menschenschmuggels werde mit großer Anstrengung gefahndet. Im Juni vergangenen Jahres waren 58 illegale Einwanderer aus China qualvoll in einem Kühllaster erstickt, der sie nach Großbritannien bringen sollte.
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