Donnerstag, 6. Dezember 2001

Neun Kuriere und 24 Dealer in Haft

Die "Operation Trolley", eine akkordierte Aktion von Zoll und Kripo des Flughafens Wien-Schwechat, hat zur Zerschlagung einer internationalen Drogenbande geführt. Insgesamt wurden 21 Kilogramm Kokain und Heroin sichergestellt sowie der Handel und Schmuggel von weiteren 71,8 Kilogramm nachgewiesen.

Hinter dem Erfolg stecke "beinharte Knochenarbeit", so Amtsdirektor Erich Fleckl, Vorstand des Zollamtes Flughafen, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Das in hoch reinen Konzentrationen entdeckte Suchtgift wäre für den Verkauf um das Vier- bis Fünffache gestreckt worden, erläuterte Major Werner Schweighofer von der Kripo. Rechnet man einen Grammpreis von 800 bis 1.200 Schilling (58,1 bis 87,2 Euro) im Straßenhandel hoch, so bedeute diese Menge Drogen einen Umsatz von rund 100 Millionen Schilling (7,27 Mill. Euro). Allerdings sei selbst der Ausfall "einer derart gigantischen Summe" für den internationalen Suchtgiftring "zwar schmerzlich, aber zu verkraften", verwies der Beamte auf die Dimensionen der Drogenszene.

Von Jänner bis Oktober wurden neun Drogenkuriere verhaftet und nach aufwändigen Observationen 24 schwarzafrikanische mutmaßliche Großhändler ausgeforscht und festgenommen. Angezeigt wurden auch 65 Abnehmer - mehrheitlich Jugendliche unter 18 Jahren, zeigten sich die Beamten betroffen. Das Suchtgift wurde vorwiegend in Wien-Landstraße, Bereich Schlachthausgasse, und in der Gegend des Westbahnhofes abgesetzt.

6.12.2001 13:01