Kämpfe zwischen Guerilla und Paramilitärs
Bei neuen Kämpfen zwischen der linksgerichteten Guerilla und rechtsradikalen Paramilitärs sind in Kolumbien bis zu 200 Menschen getötet worden. Die humanitäre Lage sei nach den seit dem Wochenende dauernden Kämpfen Besorgnis erregend, sagte der Bürgermeister der nordwestlichen Ortschaft Riosucio.
230 Zivilisten seien bisher aus dem Kampfgebiet geflohen, mit weiteren 3000 Flüchtlingen werde gerechnet. Experten des Roten Kreuzes und der Regierung bereiteten Schulen und andere Gebäude für die Aufnahme der Flüchtlinge vor.
Die Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und die rechtsradikalen Paramilitärs der Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen (AUC) kämpfen in Riosucio wie in anderen Ortschaften des lateinamerikanischen Landes um die Macht. Die FARC ist mit rund 16.500 Kämpfern unter Waffen die größte Guerillaorganisation Kolumbiens, die AUC hat etwa 8000 Bewaffnete. In dem seit fast vier Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg zwischen Guerilla, Paramilitärs und Armee wurden bereits mehr als 200.000 Menschen getötet. Zwei Millionen Menschen flohen vor den Kämpfen.
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