Aufatmen: Das High-Tech-Revival kommt

Seit September feiern heimische Web- und High-Tech-Firmen ein Comeback. Die Börsenkurse haben sich zum Teil verdoppelt, die Ausftragbücher füllen sich, und immer mehr Firmen nähern sich der Gewinnzone. Weiteres Positiv-Indiz: Die IT-Firmen suchen ab 2002 wieder Mitarbeiter. Das Nachrichtenmagazin hat die Cybergemeinschaft mit erfreulichen Zukunftsaussichten unter die Lupe genommen.
Trendumkehr in der High-Tech-Branche: Während noch vor Wochen wegen schlechter Auftragslage und allgemeiner Flaute in der Branche Massenentlassungen von IT-Leuten an der Tagesordnung waren, steht Anfang 2002 wieder Mitarbeitersuche an. Denn die Auftragsbücher der heimischen Cyber-Unternehmen füllen sich wieder.
Neues Wachstum
„Es gibt zum ersten Mal seit langem wieder einen Silberstreif am Horizont“, sagt Andreas Tobler, Chef des Computerspieleherstellers JoWood. „Die Marktbereinigung ist weitgehend abgeschlossen, und wer jetzt saubere Bilanzen hat, wird am Aufschwung teilnehmen.“
Vom Laptop-Fabrikanten und Gericom-Boss Hermann Oberlehner über Christian Forstner, Geschäftsführer der zuletzt besonders schwer geprügelten Telekomfirma Cybertron, bis zu Hannes Androsch, Chef des Leiterplattenherstellers AT&S, können da die anderen Macher des heimischen High-Tech-Business nur beipflichten. Peter Weiss, New-Economy- Vorstand des Consulters Cap Gemini, Ernst & Young: „Es gibt ein Revival der Branche. Aber statt Höhenflügen gibt es jetzt nachhaltiges Wachstum.“ Anlass für die Aufbruchsstimmung: Sparmaßnahmen wie Produktionskonzentrationen durch Werksschließungen, wie sie die AT&S in Augsburg vornahm, oder der Abbau von rund 5.000 IT- und Telekomfachkräften bundesweit zeigen jetzt Wirkung. Und die Konkurrenz ist nach spektakulären Pleiten wie jener von Yline, MCN, lion.cc, billigerkaufen.com oder etwa QBvision deutlich geschrumpft.
Neue Aufträge
Gericom-Chef Oberlehner berichtet stolz, dass es bereits jetzt genug Aufträge gibt, um sein Jahresziel, ein Vierzig-Prozent-Wachstum auf 6,8 Umsatzmilliarden, zu erreichen. Auch Hannes Androsch darf sich die Hände reiben: Ihn hat der Kursanstieg der AT&S-Aktie seit 11. September theoretisch um 463 Millionen Schilling reicher gemacht. Ebenso optimistisch äußert sich JoWood-Boss Tobler: In den ersten neun Monaten dieses Jahres versechsfachte er seinen Umsatz auf 377 Millionen Schilling, bei einem Gewinn von 24,7 Millionen.
Welche Österreichischen Web- und High-Tech-Firmen sich noch über wieder volle Auftragsbücher freuen, lesen Sie im neuen FORMAT!

