ETA-Bomben Basken erpressen Unternehmen

Mutmaßliche Terroristen der baskischen Untergrund-Organisation ETA haben am Samstag Bombenanschläge auf zwei Unternehmen in Nordspanien verübt. Zwar wurde niemand verletzt, die Sachschäden sind aber enorm. Die Sprengsätze detonierten fast zeitgleich in zwei Industrievierteln in Arrankudiaga und Amorebieta nahe Bilbao.
In beiden Fällen haben die Täter mit Zeitzündern mehrere Kilogramm Dynamit zur Explosion gebracht. Der Sprengstoff war in Rucksäcken versteckt.
"Revolutionssteuer"
Als Motiv wird Schutzgelderpressung vermutet. Unter Androhung von Gewalt versucht die ETA seit Jahren, von Unternehmern die Zahlung der so genannten Revolutionssteuer zu erzwingen. Sie ist eine der Haupteinnahmequellen der Separatistenorganisation. Immer mehr Geschäftsleute verweigern aber die Zahlung und werden so zu potenziellen Anschlagszielen.
Bei Attentaten der ETA sind allein in diesem Jahr in Spanien 15 Menschen getötet worden. Zuletzt hatte die Organisation vergangene Woche nahe San Sebastian zwei Beamte der baskischen Polizei erschossen.

