Donnerstag, 29. November 2001

China: Mehr als 300 Millionen Telefone in Betrieb

Chinas Telekommarkt ist kräftig im Wachsen. In den ersten zehn Monaten stieg die Zahl der Festnetzanschlüsse und Mobiltelefone im bevölkerungsstärksten Land der Welt um 23,5 Prozent und durchbrach damit die 300 Millionen-Marke an Telefongeräten. Rein rechnerisch hat schon jeder vierte Chinese ein Telefon.

Mit 136 Millionen Mobiltelefonen und 174,4 Millionen Festnetzanschlüssen kam nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Informationsindustrie (MII) Ende Oktober rechnerisch ein Telefonanschluss auf jeden vierten Chinesen.

Bis Ende 2005 rechnet das MII mit mehr als 500 Millionen Festnetz- und Mobiltelefonen. Rechnerisch hätten damit 40 Prozent der dann auf 1,35 Milliarden geschätzten Chinesen einen eigenen Anschluss. Seit 1999 hat sich die Zahl der Anschlüsse bereits mehr als verdoppelt.

Fünf Millionen Mobiltelefone pro Monat
Besonders rasant entwickeln sich demnach die Verkaufszahlen der Mobiltelefonen: Seit Jahresbeginn wurden durchschnittlich jedes Monat rund fünf Millionen Handys unters Volk gebracht. Anders als in Europa oder den USA ist ein Ende des Wachstums am Handysektor in China noch keineswegs in Sicht. Statt bisher auf die "wohlhabenderen" Chinesen werde sich der Markt jedoch künftig auf die einkommens-schwachen Bevölkerungsteile und damit in die Niedrigpreissegmente verlagern, heißt es.

Mehr Mobiltelefone als Festnetz-Anschlüsse
2005 wird China laut MII damit das erste Land sein, in dem ab 2005 mehr Mobiltelefone (260 bis 290 Millionen) als Festnetztelefone (240 bis 280 Millionen) im Umlauf sind. Außerdem werden demnach bis dahin 200 Millionen Chinesen über einen Internet-Anschluss verfügen und 150 Millionen mit Kabelfernsehen vernetzt sein.

29.11.2001 09:43