Drei Banker und ein Geschäftsmann vor Gericht

Eine bis ins Jahr 1993 zurück reichende Banken-Affäre in Oberösterreich beschäftigt nun endlich das Landesgericht in Wels. Im Wesentlichen geht es um den Vorwurf der sorglosen Kreditvergabe durch Manager. Einem Geschäftsmann wurden ohne Bonitäts-Prüfung viel zu hohe unbesicherte Kredite gewährt. Schaden: 92,6 Mio Schilling (6,73 Mio. Euro).
Die Bankenaffäre in Oberösterreich sorgte 1998 für Schlagzeilen. Nun kommen die Mühlen der Justiz ins Rollen. Gegen die drei involvierten Bankmanager und einen Kunden wurde Anklage erhoben. Sie stehen im Verdacht der Untreue. Die Vorwürfe werden von den Beteiligten zurückgewiesen, für sie gilt die Unschuldsvermutung.
Die Bank war durch die Affäre in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Nur durch das Eingreifen der Wiener Zentrale der Bank konnte der wirtschaftliche Zusammenbruch verhindert werden. Kunden wurden nicht geschädigt.
Der beschuldigte Geschäftsmann war im Zusammenhang mit einem dubiosen Kauf eines Hotels 1999 zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch wurde aber ein Jahr später aufgehoben. Bei der neuerlichen Verhandlung zeigte er sich geständig. Er wurde nunmehr zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, davon ein Jahr unbedingt. Davon muss er noch zwei Monate absitzen.
Beim Prozess überreichte ihm der Richter die Anklage in der Bankaffäre. Ihm wird darin Untreue in der Größenordnung von 55 Mill. S vorgeworfen.

