SAS kauft Norwegens Braathens auf

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will für 869 Mill. norwegischer Kronen (109,3 Mill. Euro/1,50 Mrd. S) die Mehrheit an Norwegens größter Fluglinie Braathens übernehmen. Angeblich will SAS 27 norwegische Kronen je Braathens-Aktie zahlen.
Im Mai hatte SAS für das Aktienpaket noch einen Kaufpreis von 1,1 Mrd. geboten. Laut Braathens ist das SAS-Gebot die einzige Chance, die Insolvenz abzuwenden. Nach Angaben der SAS hat der Vorstand von Braathens den Aktionären die Annahme des Angebots empfohlen.
Analysten erklärten, die Einigung sei für beide Seiten positiv. Der Preis sei für die Aktionäre von Braathens sehr annehmbar, da die Alternative der Konkurs sei. Für SAS sei das Geschäft ebenfalls positiv, da durch Synergien der Wert des Unternehmens steigt.
Zu den Hauptaktionären von Braathens zählt auch die niederländische Fluggesellschaft KLM mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Braathens beschäftigt 4.600 Mitarbeiter und verfügt über eine Luftflotte von 32 Boeing 737. Im zweiten Quartal hat SAS einen Netto-Verlust von 519 (Vorjahresquartal 429) Mill. norwegischen Kronen ausgewiesen.
Gegen den Wind
Trotz der gegenwärtigen Flaute in der Luftfahrtbranche will SAS weiter expandieren. Sie hat sich an einer Übernahme der finnischen Finnair und der polnischen PLL interessiert gezeigt.

