Wegen Enttäuschung über Angebot Russlands

Wegen anhaltender Enttäuschung über das nur geringfügig erhöhte Angebot Russlands zur Drosselung der Ölexporte ist der Ölpreis am Montag erneut gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der führenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Jänner verbilligte sich an der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange auf 18,40 Dollar.
Erst am vergangenen Freitag war der Ölpreis auf 18,60 Dollar pro Barrel abgesackt, nachdem Russland eine Kürzung der Fördermenge um lediglich 50.000 statt der bisher offerierten 30.000 Barrel täglich im vierten Quartal 2001 angeboten hatte.
Ein Sprecher der Organistion Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte gesagt, man habe von Russland eine Drosselung um rund 150.000 Barrel bpd (Barrel pro Tag) erwartet. Norwegen, Mexiko und Oman, die wie Russland nicht Mitglieder der Opec sind, hatten bereits ihre Bereitschaft zur Drosselung der Fördermengen angekündigt.
Die Opec hatte sich zu einer Kürzung ihrer Ölausfuhren ab 1. Januar um 1,5 Millionen Barrel täglich bereit erklärt, wenn unabhängige Produzenten ihre Quoten zum gleichen Zeitpunkt um 500.000 bpd zurücknehmen. Ziel der Opec ist es, die Preise wieder in die Spanne zwischen 22 und 28 Dollar zu heben. Russland ist nach dem Opec-Mitglied Saudi-Arabien der zweitgrößte Erdölproduzent weltweit.

