Wenige Firmen messen Erfolgsfaktoren

Österreichs Firmen vergeuden ihre Kapazitäten. Durch eine umfassende Optimierung der Wertkette zwischen Lieferaten und Kunden, schätzen Manager ein Einsparungspotenzial von 15 bis 20 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten hat aber dafür aber bisher weder die relevanten Prozesse definiert, noch diese in den eigenen Planungsprozess eingebunden.
Dies geht aus einer Umfrage des Wiener Beratungsunternehmens Contrast unter den 1.000 größten heimischen Unternehmen hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.
Zwar bekennen sich demnach 96,5 Prozent der Unternehmen offiziell zum Shareholder-Value-Gedanken. Zwischen diesem Lippenbekenntnis zur wertorientierten Unternehmensführung und der tatsächlichen Umsetzung im Unternehmen bestünde aber eine Diskrepanz: Bisher würden nur in 12 Prozent der heimischen Top 1.000-Betriebe die Erfolgsfaktoren regelmäßig gemessen. Mehr als ein Drittel der Betriebe habe seine Kernprozesse bisher nicht einmal definiert.
In Zukunft sollte sich dieses Bild nach Ansicht von Contrast aber deutlich ändern: Die Europäische Kommission habe eine Verordnung vorgelegt, nach der aller börsenorientierten Unternehmen ab dem Jahr 2005 ihre konsolidierten Jahresabschlüsse auf Grundlage der Internationalen Accountig Standards (IAS) zu erstellen haben. Im Vergleich zur Bilanz nach dem HGB (Handeslgesetzbuch) spiegle diese die wirtschaftliche Situation des Unternehmens wesentlich klarer und fairer wieder. Damit steige auch die Bedeutung einer wertorientierten Unternehmensführung, betont der Berater.

