Wird Europacup-Spiel verlegt?

Auf Grund der tragischen Ereignisse in Israel und vor allem in Haifa am Samstag spitzt sich die Situation rund um das Volleyball-Europacup-Spiel von Österreichs Damen-Meister SVS Telekom in Haifa weiter zu. Am Sonntag gab der Verein in einer Aussendung bekannt, dass die Mannschaft keinesfalls nach Israel reisen werde.
Zugleich informierte der Präsident des österreichischen Verbandes (ÖVV), Peter Kleinmann, auch den europäischen Verbands-Präsidenten Andree Mayer über die aktuelle Situation, der CEV will am Montag eine Entscheidung treffen.
Verein nimmt Konsequenzen in Kauf
"Die Leitung von SVS Telekom hat beschlossen, auf Grund der Ereignisse in Israel die Spielerinnen dem Risiko nicht auszusetzen", hieß es in der Aussendung des Klubs. "Der Verein nimmt auch die Konsequenzen, die sowohl finanziell (Geldstrafe von ca. 150.000 Schilling) als auch sportlich (Sperre bis zu zwei Jahren für internationale Bewerbe) sehr drastisch sein können, bewusst in Kauf. Auch beste Versicherungen können nur Geld ersetzen, aber nicht Menschen. Es ist einfach unverantwortlich, die Spielerinnen in ein solches Gebiet zu schicken, passiert etwas, sind wir den Rest unseres Lebens damit belastet" erklärte Karl Hanzl, Obmann des SVS Schwechat.
Auch Telekom-Präsident Gerald Bek-Areschew steht zu dieser Entscheidung. "Wir hatten im Vorfeld viele Diskussionen und haben auch im Außenministerium angefragt. Aber die Ereignisse vom Samstag ändern alles. Wir fahren sicher nicht hin", bekräftigte er.
Kleinmann zuversichtlich
Zur gleichen Zeit hat auch Kleinmann CEV-Präsident Mayer, der zur Zeit in der Türkei weilt und die aktuellen Ereignisse noch nicht kannte, informiert. "Er hat versprochen, dass der Fall auf Grund der neuen Gegebenheiten am Montag bei der CEV behandelt wird. Und ich bin sicher, dass SVS-Telekom nicht nach Israel fahren müsste. Wir haben im Gegensatz zu den Fußballern in Europa ein sehr kollegiales Verhältnis und ich glaube auch, dass sogar der israelische Verband kein Spiel wollen wird", sagte Kleinmann. Für den Fall, dass der Termin trotzdem aufrecht bliebe, meinte Kleinmann: "Auch dann werde ich zur Entscheidung von SVS Telekom stehen und alle Mittel ergreifen, um eine Sperre und eine Strafe zu vermeiden."
