Freitag, 30. November 2001

US-Profiboxer wollte seinen Gegner attackieren

Nicht einmal eine Woche nach dem Ausraster von James Butler beim Kampftag in New York hat mit Derrick Jefferson in Reno ein weiterer US-Profiboxer für einen handfesten Skandal gesorgt. Der Schwergewichtler ist einen Tag vor seinem Kampf gegen seinen Landsmann Marcellus Brown auf dem Weg zum Wiegen von der Polizei in Handschellen abgeführt worden.

Jefferson hatte in der Lobby des Hotels, wo das Wiegen stattfand, seinen Gegner erst verbal provoziert und dann auch noch versucht, ihn mit seinen Fäusten zu "bearbeiten".

Supermittelgewichtler Butler hatte am vergangenen Samstag seinem siegreichen Gegner Richard Grant nach der Urteilsverkündung eine schwere Rechte verpasst und ihm damit den Kiefer zertrümmert. Der Jamaikaner biss sich außerdem die Zunge durch. Butler wurde ebenfalls sofort festgenommen. Butler, dessen Spitzname "Harlem Hammer" ist, wurde deshalb bereits lebenslang gesperrt, außerdem droht ihm wegen schwerer Körperverletzung eine mehrjährige Haftstrafe.

Für eine lächerliche Kaution von 48 Dollar (54,4 Euro/748 S) wäre Jefferson der eintägige Gefängnisaufenthalt erspart geblieben. Sein Betreuer verweigerte jedoch die Zahlung und bat die Polizei, "ihn bis zum nächsten Tag schmoren zu lassen". Anstelle von Jefferson wird nun der US-Amerikaner Ray Austin gegen Brown antreten.

30.11.2001 13:50