Herren: Grabner Vierter

Nach dem Sieg von Doris Günther am Samstag lief es für die österreichischen Snowboarder am Sonntag im zweiten Weltcup-Parallel-Riesentorlauf in Ischgl nicht ganz so gut. Trotzdem gab es wieder einen Podestplatz: Die Tirolerin Heidi Neururer fuhr als Dritte das erste Mal in ihrer Karriere auf das Stockerl. Bei den Herren verpasste Sigi Grabner die Stockerlplätze als Vierter nur knapp. Die Siege gingen durch Karine Ruby, die den 59. Weltcup-Sieg ihrer Karriere feierte, und Matthieu Bozzetto an Frankreich.
Neururer, die als 16. der Qualifikation gerade noch ins Finale gerutscht war, schlug dort gleich in Runde eins Doris Günther, die nach einem Fehler ausschied. Außer diesen beiden kamen noch drei weitere ÖSV-Boarderinnen ins Finale, doch 24 Stunden nach dem großartigen Mannschaftserfolg mit drei Damen in den ersten vier lief es nicht ganz so gut, nur Neururer schaffte es ins Halbfinale, dort war aber dann auch für sie Endstation. Immerhin schaffte sie im kleinen Finale gegen die Italienerin Marion Posch ihren ersten Podestplatz. Damit stellte sie auch klar, dass sie zu dem Kreis der neun Läuferinnen gehört, die um die endgültige Olympia-Ausscheidung fahren. Neben Neururer sind das Doris Günther, Manuela und Claudia Riegler, Ursula Fingerlos, Heidi Jaufenthaler, Maria Kirchgasser-Pichler, Heidi Krings und Isabel Zedlacher.
Bei den Herren bot sich am Sonntag ein ähnliches Bild wie tags zuvor: Sechs Österreicher schafften die Qualifikation für das Finale, doch nur drei kamen ins Viertelfinale. Dort schieden dann auch Alex Maier und Stefan Kaltschütz aus, Sigi Grabner schaffte es unter die letzten Vier. Doch gerade im Halbfinale und im kleinen Finale unterliefen dem vielfachen ISF-Weltmeister und "Quereinsteiger" im FIS-Weltcup hinsichtlich Olympia dann einige Fehler. Trotzdem war er mit dem Ergebnis zufrieden. "Es geht langsam wieder aufwärts, der Grabner wird wieder der Alte. Der vierte Platz ist eine Basis, auf der man aufbauen kann. Die Form stimm langsam, es ist noch einiges drinnen."
Auch bei den Herren folgte noch am Sonntag eine erste Vor-Selektion für Olympia, elf Mann haben nach der Vorauswahl der ÖSV-Betreuer noch die Chance auf das Ticket: Werner Ebenbauer, Sigi Grabner, Lukas Grüner, Stefan Kaltschütz, Alex Koller, Dieter Krassnig, Alex Maier, Andi Prommegger, Klaus Sammer, Felix Stadler, Harald Walder.
