Armee rückt mit zehn Panzern in autonome Stadt ein

Israelische Soldaten haben in der autonomen Palästinenserstadt Dschenin am Samstag zwei junge Palästinenser erschossen. Nach Krankenhausangaben waren die beiden zwölf und 19 Jahre alt. Mehrere Verantwortliche für Anschläge der vergangenen Tage sollen aus Dschenin stammen, so die Begründung des isralischen Militärs.
Zuvor war die israelische Armee mit zehn Panzern in die Stadt im Norden des Westjordanlandes vorgerückt. Wie Augenzeugen und palästinensische Sicherheitskräfte mitteilten, rollten die Panzer von mehreren Seiten an und drangen bis zu den Vororten Dschenins vor.
Mehrere Verantwortliche für Anschläge der vergangenen Tage stammten aus Dschenin, begründete ein Vertreter des Militärs die Aktion. Seinen Angaben zufolge wurde auch die Militärpräsenz rund um Nablus erhöht. Erst am Dienstag hatte sich die israelische Armee nach mehrwöchiger Besetzung aus Dschenin zurückgezogen.
Treffen von Zinni mit Ben Eliezer nach Sabbatbeginn
Am Samstag erörterte Ex-General Zinni im Gaza-Streifen am Grenzübergang Erez die Lage mit dem palästinensischen Minister für Planung und internationale Zusammenarbeit, Nabil Shaath, und Vertretern der Sicherheitskräfte.
Zinni hat erklärt, die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern werde seine Vermittlungsbemühungen nicht zum Scheitern bringen. Trotz der jüngsten Zwischenfälle werde er in der Region bleiben, solange er gebraucht werde. Seit seiner Ankunft am Montag sind sieben Israelis und sieben Palästinenser getötet worden.
Sharon, der sich derzeit in den USA aufhält, forderte die amerikanische Regierung auf, ihren Druck auf die Palästinenser zu erhöhen. Am Donnerstagabend hatte sich ein Palästinenser in einem israelischen Bus nördlich von Tel Aviv in die Luft gesprengt und drei Menschen mit in den Tod gerissen.
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