Ursprünglich für Donnerstag geplant gewesen

Der Start der US-Raumfähre Endeavour zur Internationalen Raumstation ISS (Bilder zum Durchklicken!) ist wegen des Problems mit dem fehlerhaft angedockten russischen Raumfrachter auf Dienstag verschoben worden. Das entschied die US-Raumfahrtbehörde NASA. Am Montag sollten die zwei russischen Bewohner der ISS bei einem Außeneinsatz im All versuchen, den fehlerhaft angedockten Raumfrachter fest zu verankern.
Die Fähre Endeavour soll die drei neuen Langzeitbewohner zur ISS bringen. Als neuen Starttermin legte die NASA Dienstagabend 17.45 Uhr (23.45 Uhr MEZ) fest. Zunächst sollte der ursprünglich für Donnerstag geplante Flug der Endeavour nur um einen Tag verschoben werden. Die NASA-Techniker entschieden am Freitag aber, sie bräuchten mehr Zeit, um das Problem zu beheben, und es sei zu unsicher, die Fähre vorher zur ISS zu schicken. Der russische Raumfrachter hatte am Mittwoch an die ISS angelegt, sitzt aber nicht ganz fest an der Station. Er könnte bei der Ankunft des Shuttles so hin und her schwingen, dass er die Station beschädigt.
Nach Angaben der Flugleitzentrale bei Moskau müssen zwei russische Kosmonauten am Montag den Schaden von außen beheben. Die Techniker der russischen Flugleitzentrale gehen davon aus, dass beim Ankoppeln am Mittwoch vermutlich ein Kabel zwischen die Andockstelle am Wohn- und Arbeitsmodul "Swesda" und den ankommenden Progress-Frachter geraten ist. Nach Angaben der NASA ist der Arbeitseinsatz im All für Montag um 14.30 Uhr MEZ geplant.
Damit bleibt die dritte Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation noch einige Tag länger als geplant im All. Die neue Langzeitcrew, der russische Kommandant Juri Onufrienkow sowie die beiden Amerikaner Daniel Bursch und Carl Walz, soll die alte Besatzung nach fast vier Monaten im All ablösen. Das neue Team wird über fünf Monate im All bleiben.
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