Dienstag, 20. November 2001

Nach langem Kampf: Krebs besiegte Harrison

Die Welt trauert zum zweiten Mal um einen "Beatles": George Harrison ist gestern 58-Jährig in Los Angeles seinem langen Krebsleiden erlegen. Er ist nach John Lennon - er wurde 1980 ermordet - der zweite Verstorbene der "Fab Four".

George Harrison starb nach Angaben eines Feundes der Familie, Gavin De Becker, um 13.30 Uhr (22.30 Uhr MEZ) im Haus eines Freundes in Los Angeles. "Er starb mit einem einzigen Gedanken - liebt einander", sagte De Becker. Seine Frau Olivia Harrison und sein Sohn Dhani seien bei ihm gewesen.

Krebserkrankung seit 1998 bekannt
Harrison hatte 1998 bekannt gegeben, dass er Krebs habe. Er wurde danach wegen Rachenkrebs behandelt, den er auf seinen Zigarettenkonsum zurückführte. Im Juni unterzog er sich in der Schweiz einer Strahlentherapie. Bei ihm wurden Lungenkrebs und ein Gehirntumor diagnostiziert.

Nach dem Tod von George Harrison leben nur noch zwei der vier Mitglieder der legendären Popgruppe Beatles, Paul McCartney und Ringo Starr. John Lennon wurde 1980 von einem geistig verwirrten Fan erschossen. Noch letzte Woche bekam Harrison im Spital Besuch von McCartney und Ringo Starr. "Er ist wie ein Bruder für mich, und wir unterhalten uns viel", erzählte McCartney (59) danach.

McCartney war so mitgenommen vom Anblick seines Freundes, dass er in Tränen ausbrach. Die drei letzten noch lebenden Beatles verbrachten mehrere Stunden miteinander und führten intensive Gespräche.

20.11.2001 09:47

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