Sonntag, 25. November 2001

Ex-SCS-Chef Kraus: "Interesse an vielen Projekten"

Die deutsche Otto-Gruppe will in Österreich massiv expandieren. Der ehemalige SCS-Chef Michael Kraus soll für die deutsche Otto-Gruppe österreichische Einkaufszentren kaufen. "Wir haben Interesse an vielen Projekte, von der SCS abwärts", wird Kraus in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Format" zitiert.

Die Übernahmen seien keine Frage des Geldes, sondern lediglich eine des Preises.

Konkrete Gespräche führe die ECE, ein Schwesterunternehmen des Otto-Versandes, schon länger über die Deutsche Bank um das Wiener Donauzentrum. Interesse angemeldet habe Kraus daneben nicht nur an der SCS, sondern auch an der PlusCity in Pasching bei Linz. Kraus soll zudem Kontakte zu österreichischen Gemeinden für Neubauten von Einkaufszentren herstellen. Vor dem Abschluss stünden diese Gespräche etwa mit der Stadtregierung in Klagenfurt, so "Format".

Kraus werde auch bei den ÖBB zwecks Revitalisierung heimischer Bahnhöfe vorstellig werden, heißt es weiter. Die ECE habe den Leipziger Bahnhof in ein Einkaufszentrum mit 140 Läden verwandelt, und habe Ähnliches mit dem Wiener Westbahnhof und etwa mit dem Grazer Hauptbahnhof vor.

Kraus verhandelt laut "Format" im Auftrag des 33-jährigen Alexander Otto, Sohn des neunzigjährigen Firmengründers Werner Otto. Alexander Otto wurde vor einem Jahr als Chef der ECE eingesetzt. Die ECE betreibt als europäische Nummer eins ihrer Branche bereits 67 Einkaufszentren vor allem in Deutschland, in denen insgesamt 105 Milliarden Schilling umgesetzt werden.

Lesen Sie die ganze Story in der neuen Ausgabe von FORMAT.

25.11.2001 12:47