Samstag, 24. November 2001

Aktien über Emissionskurs

Rund um den Übernahmepoker stiegen die Telekom-Austria-Aktien vergangene Woche erstmals über den Emissionskurs. Die Aktionäre können aufatmen – und vielleicht noch verdienen.

Das Geburtstagskind hatte zur Feier selbst ein Geschenk mitgebracht: Als am vergangenen Mittwoch das Ein-Jahr-Börsejubiläum der Telekom Austria (TA) begangen wurde, überraschte das Unternehmen mit erstaunlich guten vorläufigen Ertragszahlen für die ersten drei Quartale 2001. Für leuchtende Augen sorgte die Geburtstagsüberraschung auch bei den Aktionären. Der TA-Kurs übersprang Ende letzter Woche locker die Marke von 9 Euro und lag bei Börsenschluß am Freitag bereits bei 9,32 Euro.

Damit hat die Aktie seit Ende September mehr als 40 Prozent an Wert gewonnen, gegenüber ihrem Tiefststand liegt sie sogar sogar mit fast 75 Prozent im Plus. Doch selbst nach diesem rasanten Anstieg dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern verdiente die TAGruppe in den ersten drei Quartalen 2001 um 37 Prozent mehr als im Vorjahr und übertraf damit auch die Erwartungen der Analysten. „Statt wie bisher angenommen 1,2 Milliarden dürfte das Ergebnis auf Jahressicht 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro betragen“, rechnet Bank-Austria-Analyst Alfred Reisenberger.

Obwohl der heimische Telekomkonzern erst 2003 auch nach Zinsen und Abschreibungen schwarze Zahlen schreiben wird, verbessern sich die Perspektiven für die Eigentümer: Den Kleinaktionären winken Kurssteigerungen, der ÖIAG ein höherer Verkaufspreis für ihre Anteile.

Die ganze Story lesen Sie in der neuen Ausgabe von FORMAT.

24.11.2001 15:39