Donnerstag, 22. November 2001

Aktie den ganzen Tag vom Handel ausgesetzt

Der Geschäftsführer von Italiens krisengeschüttelter Fluglinie Alitalia, Francesco Mengozzi, hat einen neuen 2-jährigen Entwicklungsplan vorgestellt, mit dem die Airline die hohe Verschuldung einzudämmen hofft. Mit einer Reihe von Notstands-Maßnahmen will er bis Ende 2003 die Gewinnschwelle erreichen. Darunter: Der Verkauf des Hauptbüros im römischen Bezirk Magliana.

Um die Fluggesellschaft zu retten, die sich - wie die ganze Branche - nach den US-Anschlägen vom 11. September mit einem starken Passagierrückgang konfrontiert sieht, will sich Mengozzi an den Markt wenden, um bis zu 1,4 Mrd. Euro (19,3 Mrd. S) aufzutreiben. Ob diese Summe durch den Börsengang oder durch den Verkauf einer Beteiligung an Privaten einkassiert werden soll, wurde im Entwicklungsplan nicht geklärt.

Die italienische Regierung ist Gerüchten über eine eventuelle Geschäftsauflösung der Fluggesellschaft Alitalia entgegengetreten. Der Ministerrat sei sich bei ihrer Diskussionsrunde über die Zukunft der Airline einig gewesen, dass die in der Krise steckende Airline gerettet werden müsse, sagte der italienische Minister für Infrastruktur, Pietro Lunardi . Alitalia hatte im vergangenen Monat die Streichung von 2.500 Arbeitsplätze beschlossen, um die hohe Verschuldung unter Kontrolle zu behalten.

Aktie vom Handel ausgesetzt
Die Aktie der italienischen Fluggesellschaft bleibt den ganzen Donnerstag über vom Börsenhandel in Mailand ausgesetzt. Dies gilt nicht nur für die Hauptsitzung, sondern auch für den nachbörslichen Handel. Das Alitalia-Board traf zusammen, um einen neuen Geschäftsplan zu besprechen. Der Plan sieht vor, dass die Verluste schreibende Fluggesellschaft unter anderem durch Verkäufe von Liegenschaften 2003 die Gewinnschwelle erreichen soll.

22.11.2001 11:11