NEWS: Kaufrausch ist Christkindl für den Handel

Die Österreicher sind keine Sparefrohs: An fünf langen Einkaufssamstagen bis Weihnachten werden sie, so hofft der Handel, die Kassen zum Klingeln bringen. Volkswirtschaftlich genau das richtige Verhalten: So kann man der schwankenden Konjunktur noch einmal auf die Beine helfen.
Rund 7.200 Schilling hat der österreichische Durchschnittshaushalt laut Statistik im Vorjahr für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Eine ähnliche Summe wird für das kommende Weihnachtsgeschäft prognostiziert.
Dass die Österreicher ausgerechnet dann die Spendierhosen anhaben, wenn die Wirtschaft vor sich hin dümpelt, ist eine Tendenz, die Wifo-Handelsexperte Michael Wüger schon länger beobachtet: "Zeigt sich ein Konjunkturhoch, gehen die Konsumausgaben zurück. Nicht alles wird ausgegeben, man legt sich auch was auf die hohe Kante. Bei Wirtschaftsabschwung reagieren die Österreicher genau umgekehrt. Man leistet sich was und hofft auf
bessere Zeiten, die das angesammelte Minus auf dem Konto egalisieren sollen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ein absolut richtiges Verhalten."
Schilling-Turbo
Als zweiter Konjunktur-Turbo für das Weihnachtsgeschäft
könnte sich der bevorstehende Währungswechsel erweisen. Brancheninsider rechnen damit, dass die Konsumenten mangels ausreichenden Vertrauens in den Euro ihre Schillinge
en masse auf den Markt werfen. Gute Voraussetzungen also, dass es für den Handel auch heuer wieder eine schöne Bescherung wird.
Optimistisch zeigt sich vor allem die Spielwarenbranche. Harry Potter & Co sollen dort für reißende Absatz sorgen. Toys ’R’ Us gilt als einer der Hauptprofiteure im Weihnachts-Geschäft. Seit Anfang November verzeichnet Geschäftsführer
Franz Schweighofer steigende Umsatzzahlen.
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